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3,9 Mio Arbeitslose - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember 2001

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember und im Jahr 2001

Auch im Dezember hat sich die schwache Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Die Arbeitslosigkeit nahm etwas stärker zu als saisonüblich. Die Arbeitsämter zählten am Ende des Jahres 3.963.500 Arbeitslose, 174.600 mehr als Ende November und 154.600 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,6 Prozent, die saisonbereinigte EU-standardisierte Erwerbslosenquote bei 8,0 Prozent. Die Zunahme konzentrierte sich auf die alten Länder. Nach den Worten des Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, liegt das daran, dass insbesondere die Industrie, die im Westen ein weitaus größeres Gewicht als im Osten hat, zur Schwäche neigt. Der Arbeitsmarkt in den alten Ländern werde zudem durch ein steigendes Kräfteangebot belastet; in den neuen Ländern entlasteten dagegen vor allem Wanderungs- und Pendlereffekte.
Die Zahl der Erwerbstätigen hat nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im Oktober - das sind die aktuellsten Daten - saisonbereinigt um 19.000 abgenommen. Die Beschäftigung lag damit zuletzt um 52.000 unter dem Vorjahresniveau. Im Durchschnitt des Jahres 2001 gab es 38,76 Millionen Beschäftigte, 55.000 mehr als 2000. Hier wirkte die gute Beschäftigungsentwicklung des Jahres 2000 nach.
In den alten Ländern registrierten die Arbeitsämter Ende Dezember 2.584.000 Arbeitslose (Vormonat: + 116.200; Vorjahr: + 130.300). Die Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent. In den neuen Ländern wurden 1.379.500 Arbeitslose gezählt (Vormonat: + 58.300; Vorjahr: + 24.300). Die Arbeitslosenquote betrug 17,6 Prozent.
Im Laufe des Jahres 2001 meldeten sich 7,03 Millionen Personen arbeitslos, 99.600 mehr als 2000. Insgesamt 6,86 Millionen Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 334.500 weniger. Leicht gesunken ist die durchschnittliche Dauer einer Arbeitslosigkeitsperiode. Für Personen, die 2001 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, umfasste sie 34,1 Wochen gegenüber 35,0 Wochen im Jahr davor. Jahresdurchschnittlich waren 3.851.600 Personen arbeitslos, 37.000 weniger als 2000. Auch hier wirkte das relativ niedrige Ausgangsniveau nach.
Die Kurzarbeit hat noch einmal zugenommen, allerdings nicht mehr so deutlich wie in den Monaten davor. 175.500 Arbeitnehmer arbeiteten im Dezember verkürzt, 105.800 mehr als vor Jahresfrist. Betroffen waren nahezu alle Wirtschaftszweige. Jahresdurchschnittlich gab es 122.900 Kurzarbeiter, 36.900 mehr als 2000.
Die Kräftenachfrage hat sich weiter abgeschwächt. Betriebe und Verwaltungen meldeten den Arbeitsämtern im Dezember 207.600 Stellen zur Besetzung, 45.400 weniger als ein Jahr zuvor. Der Bestand an offenen Stellen lag mit 389.100 um 65.100 unter Vorjahr. Im Laufe des Jahres 2001 erhielten die Arbeitsämter 3.730.200 Stellenangebote, 373.200 weniger als 2000. Im Dezember konnten die Arbeitsämter 254.600 Beschäftigungsverhältnisse vermitteln, 42.900 weniger als im Dezember 2000. Im Gesamtjahr gelangen 3.819.800 Vermittlungen, 58.300 weniger als 2000. Wohl infolge der schwächeren Konjunktur erhöhte sich die Laufzeit der offenen Stellen von durchschnittlich 6,9 Wochen im Jahr 2000 auf 8,1 Wochen im Jahr 2001.
Die Arbeitsmarktpolitik bewegte sich 2001 auf hohem Niveau. In den neuen Ländern, wo die Probleme auf dem Arbeitsmarkt anhaltend größer waren als in den alten, war die Stützung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente - relativ gesehen - weiterhin wesentlich stärker. Bundesweit kam sie 2001 jahresdurchschnittlich praktisch unverändert rund 940.000 Personen zugute; wie bisher entfiel knapp die Hälfte auf die neuen Länder. Zum Ende des Jahres hin nahm die Entlastung etwas zu.
Die aktuellen Arbeitsmarktstatistiken finden Sie hier:

www.arbeitsamt.de/hst/service/statistik/index.html

I. Deutschland

Anhaltende Abkühlung am Arbeitsmarkt

bulletAm Arbeitsmarkt in Deutschland machte sich die schwache Konjunktur auch auf das Jahresende zu deutlich bemerkbar. So ist - von saisonalen Einflüssen bereinigt - die Erwerbstätigkeit im Oktober weiter gesunken und die Arbeitslosigkeit im Dezember wiederum gestiegen; wie bisher konzentrierte sich die Zunahme auf die alten Länder. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte sein, dass besonders die Industrie, die im Westen weitaus größeres Gewicht hat, zur Schwäche neigte. Außerdem wird der Arbeitsmarkt in den alten Ländern durch ein steigendes Kräfteangebot belastet, während er in den neuen - vor allem infolge von Wanderungs- und Pendlereffekten - entlastet wird.
bulletDie Zahl der Erwerbstätigen hat, nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, im Oktober saisonbereinigt um 19.000 abgenommen; dieser Rückgang ist wesentlich stärker als im Durchschnitt der Monate zuvor (Januar bis September: -5.000). Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit jahreszeitlich bedingt von September auf Oktober um 72.000 auf 39,19 Mio gestiegen. Dieser Zuwachs war kleiner als im letzten Jahr (+123.000). Folglich lag die Beschäftigung zuletzt nennenswert unter dem Vorjahresniveau (-52.000; September: -1.000; August: +36.000).
bulletDie Arbeitslosigkeit ist weiter gestiegen. Saisonbereinigt errechnet sich für Dezember eine Zunahme von 6.000; dies ist weniger als im Durchschnitt der Monate zuvor (Januar bis November: +14.000). Ausschlaggebend für den vergleichsweise geringen Zuwachs war, dass die Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik weitaus weniger abgenommen hat als zumeist im Dezember.
bulletNicht saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen, im Wesentlichen jahreszeitlich bedingt, deutlich erhöht, nämlich um 174.600 auf 3.963.500. Dieser Anstieg war größer als vor Jahresfrist (+163.700). Somit lag die Arbeitslosigkeit erneut stärker über dem Stand des Vorjahres (+154.600; November: +143.700). Dabei haben auch zuletzt Veränderungen im Niveau der Arbeitsmarktpolitik den Anstieg in Grenzen gehalten, denn ihre Entlastungswirkung war im Dezember nicht mehr kleiner als vor einem Jahr (November: rd. -20.000).
bulletDie Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Dezember 9,6 Prozent; bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen belief sie sich auf 10,6 Prozent. Damit sind die Quoten jeweils um 0,3 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Die EU-standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote wurde mit 8,0 Prozent angegeben (+0,3 Prozentpunkte).
bulletKurzarbeit hat im Dezember nur noch leicht zugenommen. Die Zahl der Kurzarbeiter erhöhte sich gegenüber November um 6.200 auf 175.500; im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre hatte sie sich um 2.000 verringert. Gegenüber Vorjahr gab es zuletzt 105.800 Kurzarbeiter mehr; damit hat sich der Vorjahresabstand seit dem Frühjahr nahezu kontinuierlich erhöht (März erst: +3.700). Die Arbeitszeit wurde im Durchschnitt um 41 Prozent eingeschränkt (Vormonat: 42 Prozent; Vorjahr: 59 Prozent); mehr als die Hälfte fiel für 25 Prozent der Kurzarbeiter aus (27 Prozent; 51 Prozent).
bulletNach wie vor gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Terrorangriffe vom 11.9.2001 auf den Arbeitsmärkten einiger unmittelbar betroffener Bereiche (insbesondere Reisebüros/Reiseveranstalter, Luftfahrt) ausgewirkt haben. Jedenfalls war dort die Situation auch im Dezember wesentlich ungünstiger als vor dem September und als im Dienstleistungsbereich insgesamt; im Vergleich zum November hat sich die Lage zumeist aber nur noch wenig verschlechtert. Alles in allem hält sich der Einfluss dieser Veränderungen auf die Gesamtentwicklung aber in äußerst engen Grenzen. Gravierender könnten allerdings die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sein; diese lassen sich aber nicht so einfach nachweisen.

2001: Deutliche Eintrübung des Arbeitsmarktes

bulletIm Jahr 2001 hat sich die deutsche Wirtschaft konjunkturell beträchtlich abgekühlt; infolgedessen trübte sich - bei anhaltenden strukturellen Problemen - auch der Arbeitsmarkt deutlich ein. Die bereits im zweiten Halbjahr 2000 einsetzende wirtschaftliche Abschwächung hat sich im Jahresverlauf 2001 rasch verstärkt. Ausschlaggebend dafür war ein Kaufkraftentzug infolge steigender Preise für Rohöl und Nahrungsmittel sowie das Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession. Schließlich haben die Ereignisse des 11. September zusätzlich verunsichert. Während der private Konsum gleichwohl eine Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung blieb, brachen die Anlageinvestitionen ein; dabei gingen die Bauinvestitionen erneut besonders stark zurück. Schließlich zeigte der Export, konjunktureller Impulsgeber der Vorjahre, eine geringere Dynamik. Positiv wirkte sich neben der Steuerreform eine beschäftigungsorientierte Tarifpolitik aus.
bulletBei nur noch geringem Wirtschaftswachstum hat sich die Arbeitsproduktivität der Erwerbstätigen weiter erhöht. Dies beruht insbesondere auf zunehmender Stundenproduktivität; der Anstieg pro Kopf war kleiner, nicht zuletzt weil die Zahl der Teilzeitbeschäftigten wie bisher zugenommen haben dürfte. Alles in allem war das Wirtschaftswachstum nicht stark genug, um im Jahr 2001 die Zahl der Beschäftigten weiter steigen und die der Arbeitslosen sinken zu lassen.
bulletDie Beschäftigung hat im Jahresverlauf 2001 abgenommen. So dürfte die Zahl der Erwerbstätigen - geschätzt auf der Basis vorläufiger Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die bis Oktober reichen - Ende 2001 bei rd. 38,9 Mio gelegen haben, dies sind rd. 100.000 oder 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei jahresdurchschnittlicher Betrachtung ergibt sich dagegen noch ein geringer Zuwachs. So lag die Beschäftigung, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, im Jahresdurchschnitt 2001 mit 38,76 Mio um 55.000 oder 0,1 Prozent über dem Vorjahresstand; dies beruht aber allein auf der ausgesprochen positiven Entwicklung im Jahr 2000 und dem daraus resultierenden hohen Ausgangsniveau zu Beginn des Jahres 2001 (Überhangeffekt). In den Vorjahren hatte die Erwerbstätigkeit noch kräftig zugenommen, allerdings großenteils wegen mehr geringfügiger Beschäftigung (+625.000; +470.000).
bulletDas Angebot an Arbeitskräften ist weiterhin gestiegen, wenngleich nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Zwar sind - nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) - wie bisher wesentlich mehr ältere Menschen aus dem Erwerbsleben geschieden als jüngere nachgerückt, aber diese demografische Komponente (jahresdurchschnittlich 2001/2000: rd. -210.000) wurde durch größere Erwerbsneigung sowie positive Wanderungs- und Pendlereffekte überkompensiert (rd. +170.000 bzw. rd. +100.000). Alles in allem hat sich im Jahr 2001 das Erwerbspersonenpotenzial jahresdurchschnittlich um rd. 60.000 auf rd. 44,46 Mio erhöht (Vorjahre: rd. +140.000; rd. +90.000).
bulletRückläufige Kräftenachfrage und wachsendes Arbeitsangebot haben im Jahresverlauf die Arbeitslosigkeit spürbar steigen lassen. Von Anfang Januar bis Ende Dezember 2001 erhöhte sie sich um 154.600 oder 4 Prozent auf 3.963.500, nachdem sie im vergangenen Jahr noch um 238.300 oder 6 Prozent abgenommen hatte. Damit setzte sich die günstige Entwicklung der Jahre seit 1998 nicht mehr fort.
bulletJahresdurchschnittlich waren im Berichtsjahr mit 3.851.600 Personen allerdings 37.000 oder 1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vorjahr; dies geht aber - analog zur Veränderung der Erwerbstätigkeit - allein auf die günstige Entwicklung bis Ende 2000 und das dadurch bewirkte niedrige Ausgangsniveau zurück (Unterhangeffekt).
bulletDer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf beruht auf mehr Zugängen und - stärker noch - auf weniger Abgängen. So meldeten sich im Berichtsjahr 7,03 Mio Personen arbeitslos, 99.600 oder 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig beendeten 6,86 Mio Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 334.500 oder 5 Prozent weniger. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitslosigkeitsperiode ist dagegen leicht gesunken; sie betrug für Personen, die im Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, 34,1 Wochen, gegenüber 35,0 Wochen im Vorjahr.
bulletDie Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, belief sich im Jahresdurchschnitt 2001 auf 9,4 Prozent, im Vergleich zu 9,6 Prozent im Vorjahr. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnen sich Quoten von 10,3 Prozent bzw. 10,7 Prozent. In den neuen Ländern waren die Arbeitslosenquoten nach wie vor gut doppelt so hoch wie im Westen.
bulletDies belegt die im Osten anhaltend größeren Probleme am Arbeitsmarkt. Darüber hinaus war dort die Stützung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente - relativ gesehen - weiterhin wesentlich stärker als im Westen. Bundesweit belief sie sich 2001 jahresdurchschnittlich praktisch unverändert auf rd. 940.000. Davon entfiel wie bisher knapp die Hälfte auf die neuen Länder.
bulletDer Bestand an Stellen hat im Jahresverlauf abgenommen. Während er zu Beginn des Jahres noch deutlich über dem Vorjahreswert lag (+13 Prozent), war er am Jahresende ebenso spürbar kleiner (-14 Prozent). Im Jahresdurchschnitt gab es mit 506.100 Positionen etwas weniger als im Jahr zuvor (-7.800 oder -1,5 Prozent). Die leichte Abnahme des Stellenbestandes ist das Ergebnis aus weniger Zugängen und längerer Laufzeit. So wurden den Arbeitsämtern 2001 bundesweit 3,73 Mio Angebote gemeldet; dies waren 373.200 oder 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Ihre durchschnittliche Laufzeit ist von 6,9 Wochen im Jahr 2000 auf 8,1 Wochen gestiegen. Alles in allem spiegelt dies die abgekühlte Konjunktur wider.
bulletDie Stellenabgänge waren ebenfalls spürbar kleiner als im Vorjahr. Von Januar bis Dezember wurden 3,80 Mio Angebote abgemeldet, 257.900 oder 6 Prozent weniger. Der weitaus größte Teil der Stellen wurde durch Arbeitsvermittlungen erledigt; ihre Zahl betrug insgesamt 3,10 Mio. Das größte Gewicht hatten dabei nach wie vor die Vermittlungen nach Auswahl und Vorschlag mit 2,52 Mio. Solche durch den Stellen-Informations-Service (SIS) mit 520.200 bzw. den Arbeitgeber-Informations-Service (AIS) mit 48.300 haben stark an Bedeutung gewonnen; aber nicht alle dieser Stellenbesetzungsvorgänge werden den Arbeitsämtern bekannt. Darüber hinaus wurden 720.400 kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse bis zu sieben Tage Dauer angebahnt. Alles in allem verhalfen die Arbeitsämter 2001 mindestens 3,82 Mio Arbeitsuchenden zu einer neuen Beschäftigung.
bulletFür die einzelnen Personengruppen entwickelte sich der Arbeitsmarkt unterschiedlich. Einen deutlichen Rückgang der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenzahl gab es bundesweit bei den Älteren (ab 55 Jahre), nämlich um 15 Prozent auf 714.000. Ausschlaggebend hierfür waren wohl demografische Gründe. Dagegen hat sich die Jugendarbeitslosigkeit um 4 Prozent auf 443.900 erhöht. Rückläufig war auch die Langzeitarbeitslosigkeit und die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter, und zwar um -7 Prozent auf 1,28 Mio bzw. -7 Prozent auf 171.300; allerdings beruht dies fast ausschließlich auf der Entwicklung im Westen (vgl. ausführlicher Teil II. und III.).
bulletKurzarbeit hat sich im Jahresverlauf 2001 - vor allem infolge nachlassender Konjunktur - weit mehr als verdoppelt. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter um 36.900 auf 122.900. Die meisten Wirtschaftszweige haben dazu beigetragen, insbesondere das Verarbeitende Gewerbe. Der durchschnittliche Arbeitszeitausfall verringerte sich um 6 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Auf Grund des wesentlich stärkeren Anstiegs der Kurzarbeiterzahl hat sich gleichwohl das Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall) deutlich erhöht.
bulletArbeitsmarktpolitik bewegte sich 2001 weiter auf hohem Niveau. Bei zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten ist mit einem relativ hohen Jahresanfangsbestand gestartet worden; knapp 54 Prozent des Eingliederungstitels waren bereits zu Jahresbeginn gebunden, im Vergleich zu nur gut 48 Prozent im Vorjahr. Damit stand - bei unverändertem Mittelvolumen - weniger Geld für Neubewilligungen zur Verfügung. Infolgedessen nahmen im Jahresverlauf die Teilnehmerbestände zahlreicher Maßnahmen ab. Während z.B. die Zahl der Personen in beruflicher Weiterbildung zu Jahresbeginn noch um 11 Prozent über dem Vorjahreswert lag, unterschritt sie ihn zuletzt um 11 Prozent. Einzelne Maßnahmen haben aber auch an Bedeutung gewonnen. Beispielsweise lag die Zahl der Teilnehmer am Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit zum Jahresbeginn noch beträchtlich unter dem Stand des Vorjahres, am Ende waren es 27 Prozent mehr. Auch im Jahresdurchschnitt 2001 erreichten viele Maßnahmen nicht die Teilnehmerzahlen von 2000, trotz des erwähnten Überhangeffekts. Nach wie vor sind Gewicht und Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik in Ost und West recht unterschiedlich (vgl. ausführlicher Teil II. und III.).

Ausbildungsstellenmarkt: Am Jahresende kleines Stellendefizit

bulletDie Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt stellte sich, nach Daten der Berufsberatungsstatistik, zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2000/2001 rechnerisch ausgeglichen dar. Bundesweit gab es Ende September etwas mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als nicht vermittelte Bewerber. Allerdings war die Lage im Westen nach wie vor besser als im Osten.
bulletBetriebe und Verwaltungen meldeten von Oktober 2000 bis September 2001 den Arbeitsämtern 631.000 Ausbildungsstellen, 5.600 oder 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden 737.800 Bewerber registriert, 32.600 oder 4 Prozent weniger. Der Rückgang resultierte vor allem aus der verstärkten Nutzung des Ausbildungs-Stellen-Informations-Service (ASIS) im Internet, aber auch aus einem regional entspannteren Ausbildungsstellenmarkt. Beides hat dazu geführt, dass weniger Jugendliche die individuelle Ausbildungsvermittlung in Anspruch nahmen; eine geringere Gesamtnachfrage lässt sich daraus also nicht ableiten.
bulletEnde September waren 24.500 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt, 1.200 oder 4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Zugleich zählten 20.500 Bewerber als noch nicht vermittelt, 3.200 oder 13 Prozent weniger.
bulletDie Bundesanstalt hat mit der üblichen Nachvermittlungsaktion, dem sog. 5. Quartal, ihre Vermittlungsbemühungen fortgesetzt. Die Zahl der Ende September noch unbesetzten Stellen verringerte sich bis Ende Dezember um 15.900 auf 8.600, die der noch nicht vermittelten Bewerber um 11.700 auf 8.700. Gleichzeitig gingen weitere 9.900 Ausbildungsstellen und 27.000 Bewerbermeldungen für das laufende Ausbildungsjahr ein; 3.700 dieser Stellen waren zuletzt noch frei und 17.500 Jugendliche noch unversorgt. Alles in allem ergab sich zum Jahresende 2001 somit folgendes Bild: 12.300 noch offene Lehrstellen standen 26.200 noch nicht vermittelten Bewerbern gegenüber (Vorjahr: 14.000 zu 28.900). Folglich gab es ein Stellendefizit von 13.900, nachdem es Ende September noch einen Überschuss von 4.100 gegeben hatte (Vorjahr: -14.900 bzw. +2.000).

 

II. Alte Länder

Arbeitslosigkeit weiter gestiegen

bulletAnhaltspunkte für die jüngere Entwicklung der Erwerbstätigkeit im Westen liefert u.a. die Statistik der voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Danach hat die Zahl der Erwerbstätigen auch im Oktober über dem Stand des Vorjahres gelegen, wenngleich mit abnehmender Tendenz. Wie sich die Beschäftigung in letzter Zeit saisonbereinigt verändert hat, muss offen bleiben.
bulletDie Arbeitslosigkeit hat im Dezember saisonbereinigt weiter zugenommen; mit +11.000 war der Anstieg genauso groß wie im Durchschnitt der Monate Januar bis November, obwohl im Berichtsmonat die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik vergleichsweise wenig abgenommen hat. Seit Beginn des Jahres 2001 lässt die schwache Konjunktur die Arbeitslosigkeit also nennenswert und tendenziell zunehmend steigen.
bulletNicht saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit insbesondere aus jahreszeitlichen Gründen deutlich erhöht, und zwar um 116.200 auf 2.584.000. Diese Zunahme war merklich größer als im vergangenen Jahr (+93.700). Folglich lag die Arbeitslosigkeit immer mehr über dem Vorjahresstand (+130.300; November: +107.800); dabei haben Veränderungen beim Einsatz der Arbeitsmarktpolitik den Anstieg der Arbeitslosigkeit noch begrenzt (Dezember: rd. +45.000; November: rd. +35.000).
bulletDie Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Dezember 7,7 Prozent, auf Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen 8,6 Prozent. Damit sind die Quoten jeweils um 0,3 Prozentpunkte größer als vor Jahresfrist.
bulletDie Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im Dezember weiterhin relativ zahlreich, auch wenn sich saisonbereinigt für die letzten drei Monate eine Abnahme ergibt (durchschnittlich: -5.000). Nicht saisonbereinigt meldeten sich von Oktober bis Dezember 1,21 Mio Personen arbeitslos, dies sind 16.900 oder 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach wie vor wesentlich stärker waren vor allem Zugänge aus Erwerbstätigkeit (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: +51.600 oder +9 Prozent auf 639.400). Auch dies spiegelt die konjunkturelle Abkühlung wider. Die Meldungen nach betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung waren dagegen deutlich geringer (-2.700 oder -14 Prozent auf 17.100); ähnliches gilt für die Zugänge nach schulischer Ausbildung (-9.300 oder -17 Prozent auf 44.500).
bulletDie Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit blieben schwach. Saisonbereinigt ergibt sich für die letzten drei Monate ein durchschnittlicher Rückgang von 5.000. Nicht saisonbereinigt beendeten von Oktober bis Dezember 1,02 Mio Personen ihre Arbeitslosigkeit, dies sind 101.900 oder 9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei war - ebenfalls infolge des konjunkturellen Abschwungs - die Zahl der Abgänge in Arbeit nach wie vor spürbar kleiner (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -42.500 oder -10 Prozent auf 383.000). Wegen weniger Eintritten in berufliche Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge) blieben vor allem die Abmeldungen in Ausbildung wesentlich verhaltener (-24.300 oder -20 Prozent auf 94.700); dies gilt allerdings nicht für den Berichtsmonat.
bulletDie gemeldete Kräftenachfrage schwächte sich weiter stark ab; saisonbereinigt gingen von Oktober bis Dezember durchschnittlich 7.000 Positionen weniger ein. Nicht saisonbereinigt wurden im gleichen Zeitraum mit 531.700 Angeboten 128.800 oder 20 Prozent weniger registriert als vor einem Jahr. Auch diese Zahlen belegen den konjunkturellen Abschwung.
bulletIm vierten Quartal 2001 wurden 477.100 Beschäftigungsverhältnisse über sieben Tage Dauer angebahnt. Arbeitsvermittlungen nach Auswahl und Vorschlag hatten mit 337.800 nach wie vor die weitaus größte Bedeutung, solche durch den Stellen-Informations-Service (SIS) und den Arbeitgeber-Informations-Service (AIS), die den Arbeitsämtern aber nicht vollzählig bekannt werden, haben allerdings erheblich an Gewicht gewonnen (125.700 bzw. 10.300). Außerdem wurden 173.000 kurzfristige Tätigkeiten angebahnt. Insgesamt vermittelten die Arbeitsämter in den letzten drei Monaten mindestens 650.100 Personen.
bulletDer Bestand an Stellen hat sich im Berichtsmonat weiter stark verringert; saisonbereinigt errechnet sich eine Abnahme von 7.000 (November: -12.000). Nicht saisonbereinigt waren zuletzt noch 334.000 Positionen registriert, dies sind 70.800 weniger als vor einem Jahr (November: -65.000).
bulletKurzarbeit hat sich von November auf Dezember wesentlich weniger als in den Vormonaten erhöht; die Zahl der Kurzarbeiter nahm um 5.100 auf 146.600 zu. Zum Anstieg trugen erneut zahlreiche Wirtschaftszweige bei. Eine große Zunahme gab es im Bereich Luftfahrt (+9.500 auf 9.600). Dagegen verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe - vermutlich im Zusammenhang mit mehr Entlassungen - erstmals seit längerem eine deutliche Abnahme. Dazu trugen insbesondere die Herstellung von Möbeln und Spielwaren bei (-2.800 auf 4.300), aber auch die Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik und die Herstellung von Metallerzeugnissen (jeweils: -2.400 auf 11.700 bzw. 8.700). Dagegen gab es erheblich mehr Kurzarbeiter in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+4.500 auf 12.200). Im Baugewerbe hielt sich der Anstieg in relativ engen Grenzen (+2.100 auf 18.200). Gegenüber Dezember 2000 gab es insgesamt 93.800 Kurzarbeiter mehr; damit hat sich der Vorjahresabstand weiter vergrößert (November: +89.400). Die Arbeitszeit wurde im Durchschnitt um 39 Prozent verringert (Vormonat: 41 Prozent; Vorjahr: 59 Prozent); mehr als die Hälfte fiel für 23 Prozent der Kurzarbeiter aus (25 Prozent; 50 Prozent).

2001: Konjunkturbedingte Abschwächung

bulletDie konjunkturelle Abkühlung des Jahres 2001 machte sich vor allem am Arbeitsmarkt der alten Länder bemerkbar. Denn wegen der erheblich stärkeren Exportorientierung bzw. des größeren Gewichts der Industrie hatte der Westen unter der Abschwächung von Weltkonjunktur und Nachfrage nach Investitionsgütern wesentlich stärker zu leiden als der Osten. Auf Grund derselben wirtschaftsstrukturellen Gegebenheiten hatten die alten Länder in den Jahren zuvor von der weltweiten Belebung entsprechend stärker profitiert.
bulletGleichwohl ist die Beschäftigung jahresdurchschnittlich noch gestiegen, und zwar - nach vorläufigen Schätzungen des IAB - um rd. 180.000 oder 0,6 Prozent auf 32,5 Mio. Dies beruht aber wohl allein auf dem Überhang aus dem Vorjahr, denn zumal 2000 war die Beschäftigung noch außergewöhnlich stark gewachsen (jahresdurchschnittlich: rd. +680.000; 1999/98: rd. +450.000).
bulletDas Arbeitsangebot ist 2001 weiter gestiegen, wenngleich nicht mehr so kräftig wie in den Jahren zuvor. Zwar haben einerseits nach wie vor mehr ältere Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, als jüngere hinzugekommen sind (IAB-Schätzung jahresdurchschnittlich: rd. -200.000). Andererseits wurde diese demografische Komponente durch größere Erwerbsbeteiligung und positive Wanderungs- und Pendlereffekte mehr als ausgeglichen (rd. +180.000 bzw. rd. +130.000). Alles in allem ist somit die Größe des Erwerbspersonenpotenzials jahresdurchschnittlich um rd. 110.000 auf 36,3 Mio gestiegen (Vorjahre: rd. +240.000; rd. +210.000).
bulletDie Arbeitslosigkeit hat sich 2001 spürbar erhöht. Im Verlauf des Jahres nahm sie um 130.300 oder 5 Prozent auf 2.584.000 zu, nachdem sie in den drei Jahren zuvor deutlich abgenommen hatte (-236.400; -194.800; -180.000). Dabei ist die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik sogar noch um rd. 50.000 gestiegen, und zwar praktisch ausschließlich wegen einer größeren Inanspruchnahme des § 428 SGB III, von Altersteilzeit und Kurzarbeit. Fasst man Arbeitslosigkeit und Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik als Unterbeschäftigung zusammen, so lag diese im Dezember um rd. 180.000 über dem Vorjahresmonat.
bulletIn jahresdurchschnittlicher Betrachtung hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 51.400 oder 2 Prozent auf 2.478.000 verringert. Dahinter steht, dass die Zahl der Erwerbstätigen stärker zugenommen hat als die der Arbeitsanbieter (s.o.). Die jahresdurchschnittliche Abnahme der Arbeitslosigkeit geht allerdings allein auf die günstige Entwicklung im Jahr 2000 und dem sich daraus ergebenden niedrigen Arbeitslosenbestand Anfang 2001 zurück (Unterhangeffekt). Geholfen hat auch mehr Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik (rd. +40.000 auf rd. 520.000). Entsprechend lag die Unterbeschäftigung nur um rd. 10.000 unter dem Wert des Vorjahres.
bulletDie Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug 2001 jahresdurchschnittlich 7,4 Prozent. Bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sich eine Quote von 8,3 Prozent. Die Vorjahreswerte waren jeweils um 0,4 Prozentpunkte größer.
bulletDer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf beruht zum einen auf mehr Zugängen. So meldeten sich 4,79 Mio Menschen arbeitslos, dies sind 141.100 oder 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Infolge der konjunkturellen Eintrübung waren vor allem die Zugänge aus Erwerbstätigkeit deutlich zahlreicher (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: +131.800 oder +6 Prozent auf 2,30 Mio). Die Arbeitslosmeldungen nach betrieblicher oder außerbetrieblicher sowie nach schulischer Ausbildung waren dagegen etwas kleiner ( -2.600 oder -2 Prozent auf 129.800 bzw. -8.700 oder -3 Prozent auf 241.500), solche aus sonstiger Nichterwerbstätigkeit geringfügig größer als im Vorjahr (+20.600 oder +1 Prozent auf 2,12 Mio).
bulletBesonders schwach haben sich zum andern die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit entwickelt. Insgesamt beendeten 4,61 Mio Personen ihre Arbeitslosigkeit, 270.000 oder 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei waren - als Folge der wirtschaftlichen Abkühlung - auch die Abgänge in Arbeit deutlich kleiner (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -137.700 oder -7 Prozent auf 1,97 Mio). Stark rückläufig waren die Abmeldungen in Ausbildung (-56.700 oder -12 Prozent auf 412.600), und zwar allein wegen weniger Eintritten in berufliche Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge: -61.800 auf 262.000). Die Abgänge in sonstige Nichterwerbstätigkeit haben sich vergleichsweise wenig verringert (-50.300 oder -3 Prozent auf 1,93 Mio). Hier standen eine kleinere Zahl von Abgängen wegen Verrentung und Nichterneuerung der Meldung einer größeren in den Status eines Leistungsempfängers gem. § 428 SGB III (einschl. §§ 125, 429 SGB III) gegenüber.
bulletDie Dauer der Arbeitslosigkeit hat abgenommen. Sie lag für Personen, die im Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, bei durchschnittlich 32,7 Wochen gegenüber 34,2 Wochen im Jahr zuvor.
bulletDer Bestand an Stellen hat sich - anders als 2000 - im Jahresverlauf beträchtlich verringert. Während er Anfang Januar noch spürbar über dem Vorjahreswert lag (+14 Prozent), war er im Dezember deutlich kleiner (-17 Prozent). Im Jahresdurchschnitt ergab sich mit 440.300 gemeldeten Positionen aber nur ein leichter Rückgang (-11.600 oder -3 Prozent). Wegen der schwachen Konjunktur waren die Stellenzugänge beträchtlich kleiner als 2000; so verzeichneten die Arbeitsämter im Berichtsjahr mit 2,80 Mio Stellenmeldungen ein Minus von 316.000 oder 10 Prozent. Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Laufzeit gegenüber dem Vorjahr um 1,5 auf 9,3 Wochen verlängert. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Unternehmen konjunkturbedingt zögerlicher bei Stellenbesetzungen agieren, aber auch - zumindest punktuell - geeignete Kräfte schwerer finden.
bulletDen Zugängen folgend waren auch die Stellenabgänge deutlich kleiner als 2000. Im Berichtsjahr wurden 2,88 Mio Angebote abgemeldet, 195.500 oder 6 Prozent weniger. Dabei wurden 2,27 Mio Stellen durch Arbeitsvermittlungen erledigt. Das weitaus größte Gewicht haben nach wie vor solche nach Auswahl und Vorschlag; auf diese Weise wurden 2001 insgesamt 1,74 Mio Arbeitsuchende in Beschäftigungen über sieben Tage Dauer gebracht. Stellenbesetzungen durch den SIS mit 474.500 und den AIS mit 41.200 gewinnen immer stärker an Bedeutung, solche durch beauftragte Dritte (6.900) oder den Nachweis selbständiger Tätigkeiten (4.100) halten sich nach wie vor in engen Grenzen. Darüber hinaus wurden für 642.700 Arbeitsuchende kurzfristige Beschäftigungen angebahnt. Alles in allem verhalfen die Arbeitsämter im Jahre 2001 mindestens 2,91 Mio Menschen zu einer neuen Beschäftigung.

 

Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit Älterer und Schwerbehinderter sowie der Langzeitarbeitslosigkeit

bulletIm Jahresdurchschnitt 2000 hat sich die Arbeitslosigkeit für die meisten Personengruppen ermäßigt. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass sie sich im Jahresverlauf - entsprechend der Gesamtentwicklung - zumeist wesentlich ungünstiger gemacht hat.
bulletDie Konjunktur hat sich auf die Arbeitslosigkeit von Arbeitern und Angestellten recht ähnlich ausgewirkt. So lag die jahresdurchschnittliche Zahl arbeitsloser Arbeiter mit 1,52 Mio und die der Angestellten mit 0,96 Mio um jeweils 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.
bulletAuch bei Männern und Frauen gab es keine großen Unterschiede. Im Jahresdurchschnitt waren 1,38 Mio Männer und 1,10 Mio Frauen arbeitslos gemeldet, 1 Prozent bzw. 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen ist somit geringfügig gesunken, und zwar um 0,3 Prozentpunkte auf 44,4 Prozent. Die durchschnittlichen Arbeitslosenquoten (auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen) waren mit 7,5 Prozent bei Männern und 7,3 Prozent bei Frauen etwa gleich groß.
bulletDie Arbeitslosigkeit von Personen, die eine Teilzeitbeschäftigung suchten, hat sich 2001 leicht erhöht, nämlich im Jahresdurchschnitt um 2 Prozent auf 311.900. Nach wie vor waren 96 Prozent dieser Arbeitslosen weiblich. 27 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen suchten somit eine Teilzeitbeschäftigung (+1 Prozentpunkt), bei den Männern waren es unverändert nur 1 Prozent.
bulletDie Zahl arbeitsloser Jugendlicher (unter 25 Jahren) ist deutlich gestiegen, und zwar jahresdurchschnittlich um 4 Prozent auf 284.500, im Jahresverlauf sogar um 17 Prozent. Damit haben sich die Abnahmen früherer Jahre nicht fortgesetzt. Dabei war die Entwicklung bei den 20- bis unter 25-Jährigen ungünstiger als bei den 15- bis unter 20-Jährigen (jahresdurchschnittlich: +6 Prozent auf 216.800 bzw. +1 Prozent auf 67.700). Außerdem stieg die Arbeitslosigkeit bei jungen Männern dreimal so stark an wie bei jungen Frauen (+6 Prozent bzw. +2 Prozent). Die Arbeitslosenquote für Jüngere unter 25 Jahren (auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen) lag mit jahresdurchschnittlich 7,4 Prozent weiterhin spürbar unter der Gesamtquote (8,3 Prozent); allerdings geht dies allein auf die 15- bis unter 20-Jährigen zurück (5,0 Prozent), die Quote der 20- bis unter 25-Jährigen liegt darüber (8,7 Prozent).
bulletDie Arbeitslosigkeit Älterer lag dagegen das ganze Jahr hindurch beträchtlich unter Vorjahresniveau. Jahresdurchschnittlich gab es 493.500 Arbeitslose ab 55 Jahren, dies sind 15 Prozent weniger.
bulletMaßgeblich dafür dürften vor allem demografische Gründe sein. Darüber hinaus ist die Arbeitslosigkeit Älterer durch die stärkere Inanspruchnahme der Regelung des § 428 SGB III entlastet worden (jahresdurchschnittlich: +28 Prozent auf 140.700). Entsprechend hat sich auch die Arbeitslosenquote für Ältere reduziert; sie ist aber nach wie vor deutlich größer als die Gesamtquote.
bulletAuch die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter hat 2001 stark abgenommen. Im Jahresdurchschnitt waren 133.800 registriert, dies sind 9 Prozent weniger. Neben demografischen Einflüssen dürfte sich hier auch das Aktionsprogramm "Berufliche Integration Schwerbehinderter" (ABIS) ausgewirkt haben.
bulletDie Zahl arbeitsloser Spätaussiedler ist weiter erheblich gesunken, im Jahresverlauf allerdings immer weniger. Jahresdurchschnittlich war sie mit 48.900 um 18 Prozent kleiner als 2000. Dies könnte auch auf weniger Zuzügen im Jahr 2000 beruhen, 2001 dürften es allerdings wieder mehr gewesen sein.
bulletDie Arbeitslosigkeit von Ausländern entwickelte sich durchschnittlich. Ihre Zahl hat sich jahresdurchschnittlich um 2 Prozent auf 428.600 verringert. Nach wie vor tragen Ausländer ein wesentlich größeres Arbeitslosigkeitsrisiko als Deutsche; so war ihre Arbeitslosenquote (auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen) im Jahresdurchschnitt mit 16,5 Prozent weiterhin doppelt so groß wie die der Deutschen (8,3 Prozent).
bulletLangzeitarbeitslosigkeit hat sich 2001 stark verringert. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen, die bereits über ein Jahr nach einer Beschäftigung suchen, nahm um 12 Prozent auf 810.300 ab. Eine Rolle hierfür dürften auch demografische Gründe sowie die stärkere Inanspruchnahme des § 428 SGB III spielen, da vor allem Ältere langzeitarbeitslos sind. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen hat sich von 36 Prozent auf 33 Prozent verringert. Männer und Frauen waren in etwa gleichem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen (32 Prozent bzw. 34 Prozent).

 

Arbeitsmarktpolitik 2001: Vorruhestandsähnliche Regelungen mehr genutzt

bulletDie Gewährung von Kurzarbeitergeld hat im Jahresverlauf 2001 stark zugenommen; jahresdurchschnittlich erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter um 34.500 auf 96.100. Zum Anstieg haben zahlreiche Wirtschaftszweige beigetragen, insbesondere das Verarbeitende Gewerbe. Zwar verringerte sich der durchschnittliche Arbeitszeitausfall stark um 7 Prozentpunkte auf 47 Prozent; wegen des stärkeren Anstiegs der Kurzarbeiterzahl erhöhte sich jedoch das Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall) deutlich (rd. +12.000 auf rd. 45.000).
bulletVon der Bundesanstalt geförderte berufliche Bildung verlor im Berichtsjahr spürbar an Gewicht. So lag Anfang Januar der Bestand an Teilnehmern noch um 23.500 über dem des Vorjahres, Ende Dezember unterschritt er ihn um 28.900. Im Jahresdurchschnitt gab es indes nur ein leichtes Minus; mit 242.000 Teilnehmern in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und der Wiedereingliederung Behinderter waren es 3.800 weniger. Die Abnahme entfällt nahezu allein auf berufliche Weiterbildung (-3.300 auf 209.000), während Rehabilitation nur wenig zurückging (-600 auf 33.000). Im Berichtsjahr begannen 310.300 Personen eine solche Maßnahme, 77.800 weniger (Weiterbildung: -76.700 auf 261.200; Rehabilitation: -1.100 auf 49.100). Auch Deutsch-Sprachlehrgänge wurden erneut etwas weniger nachgefragt; dies könnte auch auf die relativ schwachen Zuzüge von Spätaussiedlern bis zum Frühjahr 2001 zurückzuführen sein. Im Jahresdurchschnitt gab es 19.500 Teilnehmer, das ist eine Abnahme um 2.100. Im Laufe des Jahres begannen 43.000 Personen einen solchen Kurs, 4.000 weniger als 2000.
bulletIn Beschäftigungschaffenden Maßnahmen (BSM) des zweiten Arbeitsmarktes waren merklich weniger Personen tätig. Zu Jahresbeginn lag der Bestand erst um 1.300 unter dem Vorjahreswert, am Ende um 12.200. Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Arbeitsämter im Berichtsjahr die Förderung von Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt zugunsten der des ersten stärker verringerten. Jahresdurchschnittlich fanden 60.900 Menschen mit ungünstigen Arbeitsmarktchancen so eine befristete Tätigkeit, 7.700 weniger als 2000. Die Abnahme traf fast allein ABM (-7.400 auf 50.600; traditionelle SAM: -200 auf 10.300). Die Zugänge in BSM des zweiten Arbeitsmarktes blieben ebenfalls deutlich hinter jenen des Vorjahres zurück. Mit 73.400 Eintritten gab es eine Abnahme von 16.000, und zwar allein bei ABM (-16.800 auf 61.900; dagegen traditionelle SAM: +800 auf 11.500).
bulletDie direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat sich im Verlauf des Berichtsjahres vergleichsweise wenig verändert. Im Jahresdurchschnitt nahm der Teilnehmerbestand um 5.000 auf 102.900 ab. Dies ist vor allem auf weniger Eingliederungszuschüsse zurückzuführen (-3.800 auf 47.000; dagegen Überbrückungsgeld: +1.100 auf 28.700). Im Jahresverlauf nahmen mit Unterstützung dieser Instrumente (einschließl. Arbeitnehmerhilfe) 166.400 Personen eine Beschäftigung auf, 18.700 weniger als im Vorjahr. Auch diese Abnahme beruht insbesondere auf Eingliederungszuschüssen (-18.500 auf 62.700; dagegen Überbrückungsgeld: +2.300 auf 64.500).
bulletDas Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit zeigte im Jahresverlauf eine günstige Entwicklung. Während die Teilnehmerzahl Anfang Januar noch deutlich unter dem Vorjahreswert lag, übertraf sie diesen im Dezember um 4.700. Jahresdurchschnittlich befanden sich 39.000 junge Menschen im Programm, das ist ein Minus von 3.000. Die Arbeitsämter haben im Berichtsjahr 88.900 meist Jugendliche in die verschiedenen Maßnahmen gebracht, 16.300 mehr als 2000.
bulletFreie Förderung hat weiter kräftig zugelegt. Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt 368.300 Leistungen bewilligt, 71.900 mehr als 2000. Dabei haben 37.800 Personen an Maßnahmen teilgenommen, die zu einem Internet-Zertifikat führten.
bulletDie Arbeitslosigkeit Älterer wurde 2001 stark zunehmend durch die Regelung des § 428 SGB III entlastet. Während Anfang Januar erst 3.900 Personen mehr als vor Jahresfrist diese Möglichkeit nutzten, waren es Ende Dezember ca. 47.000 mehr. Im Jahresdurchschnitt gab es ca. 141.000 derartige Leistungsempfänger, ein Plus von ca. 31.000. Auch die von der Bundesanstalt geförderte Altersteilzeit entwickelte sich 2001 positiv. Jahresdurchschnittlich machten ca. 40.000 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch, ca. 14.000 mehr als im Vorjahr. Mit ca. 36.000 Eintritten gab es einen Zuwachs von ca. 10.000.

 

Ausbildungsstellenmarkt: Mehr Stellen - weniger Bewerber

bulletDer Ausbildungsstellenmarkt hat sich im vergangenen Berufsberatungsjahr weiter leicht entspannt. So sind von Oktober 2000 bis September 2001 insgesamt 509.600 Ausbildungsstellen gemeldet worden, 11.500 oder 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf betrieblichen Ausbildungsplätzen; ihre Zahl erhöhte sich auf 491.000. Gleichzeitig haben 524.700 Bewerber die Arbeitsämter bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 21.200 oder 4 Prozent weniger.
bulletEnde September gab es 23.800 noch unbesetzte Ausbildungsstellen, 1.100 oder 5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Zugleich waren 13.100 Bewerber noch nicht vermittelt, dies ist eine Abnahme um 2.200 oder 13 Prozent. Damit hat sich die Differenz zu Gunsten der Jugendlichen erneut etwas vergrößert (September 2000: 24.900 zu 15.200).
bulletVor allem durch die Nachvermittlungsaktion verringerte sich die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen bis Ende Dezember auf 8.500, die der unversorgten Jugendlichen auf 5.900. Betriebe und Verwaltungen meldeten von Oktober bis Dezember 7.400 sofort zu besetzende Ausbildungsplätze; hiervon waren zuletzt 3.100 noch frei. Zugleich schalteten weitere 20.400 Jugendliche, die noch 2001 eine Lehre aufnehmen wollten, die Arbeitsämter ein; von diesen waren am Jahresende 13.800 noch unversorgt. Alles in allem kamen Ende Dezember auf 11.600 sofort zu besetzende Stellen 19.700 unversorgte Bewerber (Vorjahr: 13.200 zu 21.400). Damit ergibt sich ein rechnerisches Stellendefizit von 8.100, nachdem es Ende September noch einen Stellenüberhang von 10.600 gegeben hatte (Vorjahr: -8.200 bzw. +9.700). Die Situation hat sich also kaum geändert.

 

III. Neue Länder

Arbeitsmarkt kommt weiter nicht voran

 

bulletDie Erwerbstätigkeit dürfte auch im Oktober unter dem Vorjahresstand gelegen haben; dafür sprechen jedenfalls Statistiken der Sozialversicherung. Dies hängt auch damit zusammen, dass gleichzeitig 58.600 Arbeitnehmer weniger in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes tätig waren (außerdem Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen: -16.400). Wie sich die Beschäftigung zuletzt saisonbereinigt verändert hat, lässt sich nicht sagen.
bulletSaisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht gesunken (-5.000). In den Monaten zuvor hatte sie geringfügig zugenommen (Januar bis November durchschnittlich: +3.000). Auf die jüngste Abnahme hatte Arbeitsmarktpolitik Einfluss, da ihre Entlastungswirkung weniger zurückging als sonst im Dezember.
bulletNicht saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen jahreszeitlich bedingt gegenüber November um 58.300 auf 1.379.500 erhöht; das ist weniger als vor Jahresfrist (+69.900). Infolgedessen lag der Arbeitslosenbestand erneut weniger stark über dem Vorjahresniveau (+24.300; November: +35.900). Die jüngste Verringerung des Vorjahresabstands hängt allerdings mit Veränderungen im Einsatz der Arbeitsmarktpolitik zusammen, deren Entlastungswirkung das Vorjahresniveau zuletzt weniger unterschritt (rd. -45.000; November: rd. -55.000).
bulletIm Dezember betrug die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen 17,6 Prozent; bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen waren es 19,0 Prozent. Das waren jeweils 0,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.
bulletDie Zugänge in Arbeitslosigkeit waren auch zuletzt verhalten; saisonbereinigt gab es im Durchschnitt der letzten drei Monate eine Abnahme (-6.000). Nach nicht saisonbereinigten Angaben haben sich im vierten Quartal 531.200 Personen arbeitslos gemeldet, 47.300 oder 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei waren auch die Zugänge aus Erwerbstätigkeit schwächer (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -27.000 oder -9 Prozent auf 290.300), allerdings insbesondere wegen weniger Meldungen nach BSM. Noch stärker verringerten sich die Zugänge nach betrieblicher und außerbetrieblicher Ausbildung (-3.400 oder -26 Prozent auf 9.600). Auch jene nach schulischer Ausbildung gingen deutlich zurück (-4.100 oder -12 Prozent auf 28.400), und zwar überwiegend auf Grund weniger Meldungen nach beruflicher Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge).
bulletDie Abgänge aus Arbeitslosigkeit waren auch im Dezember eher schwach; saisonbereinigt gab es im Durchschnitt des vierten Quartals praktisch keine Veränderung (-1.000). Nicht saisonbereinigt haben von Oktober bis Dezember 498.100 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 32.900 oder 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei sind wie bisher die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit stärker zurückgegangen (ohne Ausbildung: -21.200 oder -9 Prozent auf 204.700). Die Abgänge in schulische Ausbildung haben dagegen etwas zugenommen (+1.400 oder +2 Prozent auf 69.700).
bulletDie Stellenmeldungen blieben verhalten; saisonbereinigt haben sie im Durchschnitt der letzten drei Monate abgenommen (-2.000). Nicht saisonbereinigt registrierten die Arbeitsämter von Oktober bis Dezember 183.300 Angebote, 22.600 oder 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gut ein Viertel der Abnahme geht auf BSM-Stellen zurück (-6.400 auf 50.500).
bulletIm vierten Quartal d.J. wurden 175.000 Arbeitsvermittlungen in Beschäftigungen über sieben Tage Dauer erzielt. Durch Auswahl und Vorschlag sind 160.500 Stellen besetzt worden, mit Hilfe des SIS 11.300 und der des AIS 1.800. Darüber hinaus wurden 20.300 kurzfristige Tätigkeiten angebahnt. Alles in allem konnten durch die Arbeitsämter mindestens 195.400 Arbeitsuchende eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.
bulletDer saisonbereinigte Stellenbestand hat auch zuletzt zugenommen (+2.000). Nicht saisonbereinigt gab es im Dezember 55.100 Angebote, 5.600 mehr als vor einem Jahr; dies geht zur Hälfte auf Stellen für BSM des zweiten Arbeitsmarktes zurück (+2.800 auf 11.900; SAM OfW dagegen: -500 auf 1.100).
bulletDie Zahl der Kurzarbeiter hat im Dezember zugenommen, und zwar um 1.100 auf 28.900. Vor allem die Herstellung von Kraftfahrzeugen und Kfz-Teilen trug dazu bei (+1.500 auf 2.300). Gegenüber Vorjahr wurden 12.000 Kurzarbeiter mehr gezählt (November: +9.400). Der durchschnittliche Arbeitszeitausfall belief sich auf 48 Prozent (Vormonat: 50 Prozent; Vorjahr: 61 Prozent). Um mehr als die Hälfte wurde die Arbeitszeit für 36 Prozent der Kurzarbeiter reduziert (39 Prozent; 54 Prozent).

 

2001: Weiterhin keine Belebung am Arbeitsmarkt

bulletAm Arbeitsmarkt der neuen Länder war auch im Jahr 2001 insgesamt noch keine Besserung auszumachen. Zwar ist die industrielle Produktion erneut relativ kräftig gewachsen; aber dies konnte nur wenig zu Buche schlagen, weil der Beitrag dieses Sektors zum Bruttoinlandsprodukt immer noch verhältnismäßig klein ist. Andererseits belasteten nach wie vor strukturelle Anpassungen den Arbeitsmarkt stark; insbesondere das Baugewerbe, das noch einen sehr hohen Wertschöpfungsanteil hat, ist erneut stark geschrumpft. Auch Teile des öffentlichen Dienstes haben weiter Beschäftigung abgebaut. So waren die negativen Tendenzen am Arbeitsmarkt auch 2001 stärker als die positiven.
bulletDie Zahl der Erwerbstätigen hat sich, nach vorläufigen Schätzungen des IAB, 2001 deutlich verringert, und zwar jahresdurchschnittlich um rd. 120.000 oder 1,9 Prozent auf 6,3 Mio. Diese Entwicklung war ungünstiger als in den Jahren zuvor (rd. -60.000; rd. +20.000). Auch der jüngste Rückgang hängt mit weniger Personen in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes zusammen (jahresdurchschnittlich: -33.300; außerdem SAM OfW: -28.600).
bulletDas Arbeitsangebot hat im Berichtsjahr weiter abgenommen, wenn auch weniger als in den Vorjahren. Nach vorläufigen Schätzungen des IAB verringerte sich das Erwerbspersonenpotenzial jahresdurchschnittlich nur noch um rd. 50.000 auf rd. 8,17 Mio (Vorjahre: rd. -100.000; rd. -120.000). Zum jüngsten Rückgang haben in erster Linie Wanderungs- und Pendlereffekte beigetragen (-30.000).
bulletDie Verringerung des Arbeitskräfteangebots hat dem Beschäftigungsabbau entgegengewirkt, sodass sich die Arbeitslosigkeit nur leicht erhöht hat. So gab es im Jahresverlauf eine Zunahme um 24.300 oder 2 Prozent auf 1.379.500. Jahresdurchschnittlich stieg die Zahl der Arbeitslosen um 14.400 oder 1 Prozent auf 1.373.700. Allerdings gehen diese Zuwächse auf weniger Arbeitsmarktpolitik zurück, deren Entlastung im Jahresverlauf um rd. 40.000 und jahresdurchschnittlich um rd. 30.000 auf rd. 420.000 abgenommen hat. Fasst man Arbeitslosigkeit und Entlastung als Unterbeschäftigung zusammen, lag diese somit im Jahr 2001 etwa auf Vorjahresniveau (jahresdurchschnittlich: rd. -15.000).
bulletDie Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 17,5 Prozent, auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sie sich auf 18,9 Prozent. Im Vorjahr beliefen sich die Quoten auf 17,4 Prozent bzw. 18,8 Prozent.
bulletDer Anstieg der Arbeitslosigkeit beruht nicht auf mehr Arbeitslosmeldungen. Im Jahr 2001 wurden 2,24 Mio Personen arbeitslos, dies sind 41.600 oder 2 Prozent weniger. Dabei gab es vor allem weniger Zugänge nach vorheriger Erwerbstätigkeit (ohne betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -41.100 oder -4 Prozent auf 1,12 Mio), und zwar insbesondere nach SAM OfW (-23.800 auf 16.900). Die Meldungen nach betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung haben ebenfalls abgenommen (-2.500 oder -3 Prozent auf 89.800). Zugänge nach schulischer Ausbildung waren dagegen größer als im Vorjahr (+4.500 oder +3 Prozent auf 168.700), vor allem weil jene nach Weiterbildung zugenommen haben (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge: +4.000 auf 100.000). Schließlich gab es etwa genauso viele Meldungen nach sonstiger Nichterwerbstätigkeit (-2.500 oder -0,3 Prozent auf 864.800).
bulletDer Abgang aus Arbeitslosigkeit war schwächer als im Vorjahr; er verringerte sich um 64.400 oder 3 Prozent auf 2,25 Mio. Dies beruht vor allem auf einer kleineren Zahl von Abmeldungen in Erwerbstätigkeit (-44.200 oder -4 Prozent auf 1,10 Mio); dabei haben sich besonders Abgänge in BSM verringert (-50.100 auf 212.600). In Ausbildung hat sich ebenfalls eine kleinere Zahl Arbeitsloser abgemeldet (-2.500 oder -1 Prozent auf 278.900), allerdings allein wegen weniger beruflicher Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge: -16.500 auf 182.900; dagegen Schule/Studium: +13.700 auf 70.200). Auch die Abgänge in sonstige Nichterwerbstätigkeit haben sich verringert (-16.300 oder -2 Prozent auf 829.900); ausschlaggebend waren hierfür weniger Abmeldungen wegen Verrentung (-21.600 auf 73.300).
bulletDie Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich geringfügig erhöht. Personen, die im Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, waren durchschnittlich 37,1 Wochen arbeitslos, gegenüber 36,8 Wochen im Vorjahr.
bulletDer Stellenbestand ist im Berichtsjahr gestiegen. So waren im Jahresdurchschnitt 65.900 Positionen gemeldet, 3.800 oder 6 Prozent mehr als 2000. Diese Zunahme geht nicht auf Beschäftigungschaffende Maßnahmen zurück (BSM des zweiten Arbeitsmarktes: -200 auf 15.400; SAM OfW: -1.000 auf 1.600). Maßgebend für den Anstieg war, dass die rückläufigen Stellenzugänge durch längere Laufzeiten überkompensiert wurden. So sind im Jahresverlauf 926.400 Stellen gemeldet worden; dabei resultiert die Abnahme um 57.300 oder 6 Prozent fast ausschließlich aus weniger BSM (BSM des zweiten Arbeitsmarktes: -36.000 auf 217.000; SAM OfW: -17.800 auf 22.700). Die durchschnittliche Laufzeit der Stellen ist von 3,8 Wochen auf 4,4 Wochen gestiegen; anscheinend werden reguläre Arbeitsplätze, evtl. auch konjunkturell bedingt, weniger schnell besetzt.
bulletDem schwächeren Zugang folgend hat sich auch der Stellenabgang verringert. Im Jahresverlauf wurden 925.200 Angebote abgemeldet, 62.400 oder 6 Prozent weniger. Dabei wurden 830.900 Stellen durch Vermittlungen erledigt. Durch Auswahl und Vorschlag fanden 774.100 Personen eine Tätigkeit, mit Hilfe des SIS 45.700 und mit der des AIS 7.100 (außerdem durch beauftragte Dritte: 2.200; durch den Nachweis selbständiger Tätigkeiten: 1.900). Darüber hinaus wurden 77.800 kurzfristige Tätigkeiten angebahnt. Alles in allem konnten 2001 durch die Mitwirkung der Arbeitsämter mindestens 908.700 Arbeitsuchende eine Beschäftigung aufnehmen.

 

Arbeitslosigkeit Älterer nimmt weiter ab - Langzeitarbeitslosigkeit steigt

bulletDie Zahl der arbeitslosen Angestellten hat 2001 weiter leicht ab- und die der Arbeiter etwas zugenommen. Im Jahresdurchschnitt wurden 486.000 arbeitslose Angestellte registriert, 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; bei arbeitslosen Arbeitern gab es einen Anstieg von 2 Prozent auf 887.700. Dabei verzeichneten Frauen bei Angestellten wie Arbeitern einen Rückgang (jeweils: -2 Prozent), während es für Männer durchwegs Zunahmen gab, und zwar - wohl infolge der Strukturkrise in der Bauwirtschaft - besonders bei Arbeitern (+5 Prozent; Angestellte: +2 Prozent).
bulletInsgesamt hat sich die Arbeitslosigkeit der Frauen um 2 Prozent auf 689.100 verringert und die der Männer um 5 Prozent auf 684.600 erhöht. Die vergleichsweise günstige Entwicklung bei Frauen hat aber nichts daran geändert, dass sie immer noch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind. So war ihre Arbeitslosenquote (auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen) mit jahresdurchschnittlich 18,6 Prozent deutlich größer als die der Männer mit 16,6 Prozent (Vorjahr: 18,8 Prozent bzw. 15,9 Prozent).
bulletDie Arbeitslosigkeit von Personen, die ausschließlich eine Teilzeitbeschäftigung suchen, entwickelte sich 2001 ähnlich wie die Arbeitslosigkeit insgesamt. Ihre Zahl erhöhte sich jahresdurchschnittlich um 2 Prozent auf 40.200. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen beträgt damit praktisch unverändert nur 3 Prozent, im Vergleich zu 13 Prozent in den alten Ländern. Wie im Westen waren 96 Prozent der Teilzeitarbeitslosen Frauen. Somit suchten 6 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen eine Teilzeitbeschäftigung (Westen: 27 Prozent) bei Männern ist der Anteil zu vernachlässigen (0,3 Prozent).
bulletDie Zahl arbeitsloser Jüngerer hat weiter zugenommen, aber nur noch leicht. So waren jahresdurchschnittlich 159.400 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos registriert, 2 Prozent mehr. Der Anstieg geht allein auf die 20- bis unter 25-Jährigen zurück (+4 Prozent auf 126.400; 15- bis unter 20-Jährige: -3 Prozent auf 33.000). Dabei hat geholfen, dass die Förderung durch das Jugendsofortprogramm ausgeweitet wurde (+31 Prozent auf 45.200). Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen (bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen) ist mit jahresdurchschnittlich 15,8 Prozent nach wie vor spürbar kleiner als die Gesamtquote (18,9 Prozent), allerdings allein wegen der relativ niedrigen Quote der unter 20-Jährigen (9,0 Prozent; 20- bis unter 25-Jährige: 19,6 Prozent).
bulletDie Arbeitslosigkeit Älterer (ab 55 Jahre) hat - vor allem aus demografischen Gründen - 2001 weiter deutlich abgenommen, nämlich jahresdurchschnittlich um 15 Prozent auf 220.600. Entsprechend hat sich auch ihre Arbeitslosenquote verringert; sie liegt aber weiterhin deutlich über der Gesamtquote.
bulletDie jahresdurchschnittliche Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter hat sich dagegen kaum verändert; mit 37.600 waren praktisch genauso viele Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet wie im Vorjahr (-100).
bulletDie Arbeitslosigkeit von Spätaussiedlern und Ausländern spielt in den neuen Ländern nach wie vor eine relativ kleine Rolle. Zudem ging die jahresdurchschnittliche Zahl arbeitsloser Spätaussiedler um 10 Prozent auf 15.900 zurück; nur 1 Prozent aller Arbeitslosen entfallen auf diesen Personenkreis (Westen: 2 Prozent). Die Arbeitslosigkeit von Ausländern nahm dagegen um 6 Prozent auf 36.100 zu; Ausländer stellen aber nach wie vor nur 3 Prozent aller Arbeitslosen in den neuen Ländern (Westen: 17 Prozent).

 

bulletLangzeitarbeitslosigkeit hat auch im Jahr 2001 zugenommen. Die Zahl der Personen, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind, war mit 474.400 um 4 Prozent größer als im Jahr zuvor. Ohne die demografische Entlastung bei den besonders oft langzeitarbeitslosen Älteren wäre der Anstieg wohl noch größer gewesen. Dabei entfällt die Zunahme fast ausschließlich auf Männer; deren Zahl nahm um 11 Prozent auf 189.200 zu, während die der Frauen praktisch unverändert bei 285.200 verharrte. Auch dies dürfte mit der Krise in der Bauwirtschaft zusammenhängen, die vor allem Männer trifft. Gleichwohl hat nach wie vor Langzeitarbeitslosigkeit bei Frauen mit einem Anteil von 41 Prozent an allen weiblichen Arbeitslosen wesentlich größeres Gewicht als bei Männern (28 Prozent). Insgesamt erhöhte sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen um 1 Prozentpunkt auf 35 Prozent.

 

Arbeitsmarktpolitik 2001: Zweiter Arbeitsmarkt verliert an Bedeutung

bulletKurzarbeit hat im Jahr 2001 zugenommen. Im Durchschnitt arbeiteten 26.800 Personen zeitlich verkürzt, 2.400 mehr als im Jahr 2000. Zum Anstieg trugen die meisten Wirtschaftszweige bei, vor allem das Verarbeitende Gewerbe. Der durchschnittliche Arbeitszeitausfall war mit 53 Prozent unverändert, folglich erhöhte sich das Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall) auf ca. 14.000.
bulletBerufliche Bildung lag auch im Jahr 2001 auf hohem Niveau. Allerdings verlor sie im Jahresverlauf erheblich an Umfang. Während sich Anfang Januar noch 11.800 Personen mehr in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und der Wiedereingliederung Behinderter befanden, waren es im Dezember 10.500 weniger als im Vorjahr. Jahresdurchschnittlich hielt sich die Abnahme mit 3.700 auf 144.800 in Grenzen. Der Rückgang entfällt allein auf berufliche Weiterbildung (-3.900 auf 135.900). Im Berichtsjahr begannen 203.800 Personen eine der genannten Maßnahmen, 25.300 weniger als im Vorjahr, vor allem wegen Weiterbildung (-25.200 auf 188.400). Auch Deutsch-Sprachlehrgänge verzeichneten eine Abnahme; im Jahresdurchschnitt 2001 gab es 5.300 Teilnehmer, das ist ein Minus von 700. Im Berichtsjahr begannen 11.700 Personen einen solchen Kurs, 1.200 weniger.
bulletBeschäftigungschaffende Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes stützten 2001 den Arbeitsmarkt erheblich weniger, auch deshalb, weil die Förderung zu Gunsten des ersten stärker verringert wurde. So lag Anfang Januar der Teilnehmerbestand praktisch auf Vorjahresniveau (-600), im Dezember aber um 48.500 darunter. Jahresdurchschnittlich arbeiteten mit 158.900 Personen 33.300 weniger in derartigen Maßnahmen; vor allem ABM trugen dazu bei (-29.500 auf 116.000). Im Berichtsjahr gab es 172.700 Zugänge in derartige Maßnahmen, das ist ein Minus von 52.200. Dieses entfiel fast allein auf ABM (-51.200 auf 130.100).
bulletDie direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat sich im Laufe des Berichtsjahres vergleichsweise gut gemacht. So verringerte sich der zu Jahresbeginn stark negative Vorjahresabstand (-45.000); zuletzt wurde der Wert des Vorjahres übertroffen (+1.700). Dies ist - wegen Änderung der Förderkonditionen - ausschließlich auf SAM OfW zurückzuführen (-28.600 auf 22.900). Im Zusammenhang damit gewannen vor allem Eingliederungszuschüsse stark an Gewicht (+13.300 auf 53.100); auch Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose konnten zulegen (+2.100 auf 12.400). Im Berichtsjahr nahmen mit Unterstützung dieser Instrumente (einschl. Arbeitnehmerhilfe) 157.300 Personen eine Beschäftigung auf, 10.200 weniger als 2000. Dieser Rückgang beruht praktisch allein auf SAM OfW (-18.900 auf 26.900; dagegen Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose: +5.700 auf 19.000).
bulletDas Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit legte im Jahresverlauf kräftig zu. So lag die Teilnehmerzahl Anfang Januar etwa auf Vorjahresniveau, im Dezember um 17.300 darüber. Im Jahresdurchschnitt befanden