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Mio Arbeitslose - Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im
Dezember 2001 |
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im
Dezember und im Jahr 2001
 | Auch im Dezember hat sich die schwache Konjunktur auf dem
Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Die Arbeitslosigkeit nahm
etwas stärker zu als saisonüblich. Die Arbeitsämter
zählten am Ende des Jahres 3.963.500 Arbeitslose, 174.600
mehr als Ende November und 154.600 mehr als vor Jahresfrist.
Die Arbeitslosenquote lag bei 9,6 Prozent, die
saisonbereinigte EU-standardisierte Erwerbslosenquote bei
8,0 Prozent. Die Zunahme konzentrierte sich auf die alten
Länder. Nach den Worten des Präsidenten der Bundesanstalt
für Arbeit, Bernhard Jagoda, liegt das daran, dass
insbesondere die Industrie, die im Westen ein weitaus
größeres Gewicht als im Osten hat, zur Schwäche neigt.
Der Arbeitsmarkt in den alten Ländern werde zudem durch ein
steigendes Kräfteangebot belastet; in den neuen Ländern
entlasteten dagegen vor allem Wanderungs- und Pendlereffekte.
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 | Die Zahl der Erwerbstätigen hat nach vorläufigen
Schätzungen des Statistischen Bundesamtes im Oktober - das
sind die aktuellsten Daten - saisonbereinigt um 19.000
abgenommen. Die Beschäftigung lag damit zuletzt um 52.000
unter dem Vorjahresniveau. Im Durchschnitt des Jahres 2001
gab es 38,76 Millionen Beschäftigte, 55.000 mehr als 2000.
Hier wirkte die gute Beschäftigungsentwicklung des Jahres
2000 nach.
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 | In den alten Ländern registrierten die Arbeitsämter Ende
Dezember 2.584.000 Arbeitslose (Vormonat: + 116.200; Vorjahr:
+ 130.300). Die Arbeitslosenquote lag bei 7,7 Prozent. In
den neuen Ländern wurden 1.379.500 Arbeitslose gezählt (Vormonat:
+ 58.300; Vorjahr: + 24.300). Die Arbeitslosenquote betrug
17,6 Prozent.
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 | Im Laufe des Jahres 2001 meldeten sich 7,03 Millionen
Personen arbeitslos, 99.600 mehr als 2000. Insgesamt 6,86
Millionen Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 334.500
weniger. Leicht gesunken ist die durchschnittliche Dauer
einer Arbeitslosigkeitsperiode. Für Personen, die 2001 ihre
Arbeitslosigkeit beendeten, umfasste sie 34,1 Wochen
gegenüber 35,0 Wochen im Jahr davor. Jahresdurchschnittlich
waren 3.851.600 Personen arbeitslos, 37.000 weniger als
2000. Auch hier wirkte das relativ niedrige Ausgangsniveau
nach.
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 | Die Kurzarbeit hat noch einmal zugenommen, allerdings
nicht mehr so deutlich wie in den Monaten davor. 175.500
Arbeitnehmer arbeiteten im Dezember verkürzt, 105.800 mehr
als vor Jahresfrist. Betroffen waren nahezu alle
Wirtschaftszweige. Jahresdurchschnittlich gab es 122.900
Kurzarbeiter, 36.900 mehr als 2000.
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 | Die Kräftenachfrage hat sich weiter abgeschwächt.
Betriebe und Verwaltungen meldeten den Arbeitsämtern im
Dezember 207.600 Stellen zur Besetzung, 45.400 weniger als
ein Jahr zuvor. Der Bestand an offenen Stellen lag mit
389.100 um 65.100 unter Vorjahr. Im Laufe des Jahres 2001
erhielten die Arbeitsämter 3.730.200 Stellenangebote,
373.200 weniger als 2000. Im Dezember konnten die
Arbeitsämter 254.600 Beschäftigungsverhältnisse
vermitteln, 42.900 weniger als im Dezember 2000. Im
Gesamtjahr gelangen 3.819.800 Vermittlungen, 58.300 weniger
als 2000. Wohl infolge der schwächeren Konjunktur erhöhte
sich die Laufzeit der offenen Stellen von durchschnittlich
6,9 Wochen im Jahr 2000 auf 8,1 Wochen im Jahr 2001.
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 | Die Arbeitsmarktpolitik bewegte sich 2001 auf hohem Niveau.
In den neuen Ländern, wo die Probleme auf dem Arbeitsmarkt
anhaltend größer waren als in den alten, war die Stützung
durch arbeitsmarktpolitische Instrumente - relativ gesehen -
weiterhin wesentlich stärker. Bundesweit kam sie 2001
jahresdurchschnittlich praktisch unverändert rund 940.000
Personen zugute; wie bisher entfiel knapp die Hälfte auf
die neuen Länder. Zum Ende des Jahres hin nahm die
Entlastung etwas zu.
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 | Die aktuellen Arbeitsmarktstatistiken finden Sie hier: |
www.arbeitsamt.de/hst/service/statistik/index.html
I. Deutschland
Anhaltende Abkühlung am Arbeitsmarkt
 | Am Arbeitsmarkt in Deutschland machte sich die schwache
Konjunktur auch auf das Jahresende zu deutlich bemerkbar. So
ist - von saisonalen Einflüssen bereinigt - die
Erwerbstätigkeit im Oktober weiter gesunken und die
Arbeitslosigkeit im Dezember wiederum gestiegen; wie bisher
konzentrierte sich die Zunahme auf die alten Länder. Ein
wesentlicher Grund dafür dürfte sein, dass besonders die
Industrie, die im Westen weitaus größeres Gewicht hat, zur
Schwäche neigte. Außerdem wird der Arbeitsmarkt in den
alten Ländern durch ein steigendes Kräfteangebot belastet,
während er in den neuen - vor allem infolge von Wanderungs-
und Pendlereffekten - entlastet wird.
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 | Die Zahl der Erwerbstätigen hat, nach vorläufigen
Schätzungen des Statistischen Bundesamtes, im Oktober
saisonbereinigt um 19.000 abgenommen; dieser Rückgang ist
wesentlich stärker als im Durchschnitt der Monate zuvor (Januar
bis September: -5.000). Nicht saisonbereinigt ist die
Erwerbstätigkeit jahreszeitlich bedingt von September auf
Oktober um 72.000 auf 39,19 Mio gestiegen. Dieser Zuwachs
war kleiner als im letzten Jahr (+123.000). Folglich lag die
Beschäftigung zuletzt nennenswert unter dem Vorjahresniveau
(-52.000; September: -1.000; August: +36.000).
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 | Die Arbeitslosigkeit ist weiter gestiegen. Saisonbereinigt
errechnet sich für Dezember eine Zunahme von 6.000; dies
ist weniger als im Durchschnitt der Monate zuvor (Januar bis
November: +14.000). Ausschlaggebend für den vergleichsweise
geringen Zuwachs war, dass die Entlastungswirkung der
Arbeitsmarktpolitik weitaus weniger abgenommen hat als
zumeist im Dezember.
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 | Nicht saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen,
im Wesentlichen jahreszeitlich bedingt, deutlich erhöht,
nämlich um 174.600 auf 3.963.500. Dieser Anstieg war
größer als vor Jahresfrist (+163.700). Somit lag die
Arbeitslosigkeit erneut stärker über dem Stand des
Vorjahres (+154.600; November: +143.700). Dabei haben auch
zuletzt Veränderungen im Niveau der Arbeitsmarktpolitik den
Anstieg in Grenzen gehalten, denn ihre Entlastungswirkung
war im Dezember nicht mehr kleiner als vor einem Jahr
(November: rd. -20.000).
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 | Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller
zivilen Erwerbspersonen, betrug im Dezember 9,6 Prozent;
bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen belief
sie sich auf 10,6 Prozent. Damit sind die Quoten jeweils um
0,3 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Die
EU-standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote wurde
mit 8,0 Prozent angegeben (+0,3 Prozentpunkte).
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 | Kurzarbeit hat im Dezember nur noch leicht zugenommen. Die
Zahl der Kurzarbeiter erhöhte sich gegenüber November um
6.200 auf 175.500; im Durchschnitt der vergangenen drei
Jahre hatte sie sich um 2.000 verringert. Gegenüber Vorjahr
gab es zuletzt 105.800 Kurzarbeiter mehr; damit hat sich der
Vorjahresabstand seit dem Frühjahr nahezu kontinuierlich
erhöht (März erst: +3.700). Die Arbeitszeit wurde im
Durchschnitt um 41 Prozent eingeschränkt (Vormonat: 42
Prozent; Vorjahr: 59 Prozent); mehr als die Hälfte fiel
für 25 Prozent der Kurzarbeiter aus (27 Prozent; 51 Prozent).
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 | Nach wie vor gibt es Anzeichen dafür, dass sich die
Terrorangriffe vom 11.9.2001 auf den Arbeitsmärkten einiger
unmittelbar betroffener Bereiche (insbesondere Reisebüros/Reiseveranstalter,
Luftfahrt) ausgewirkt haben. Jedenfalls war dort die
Situation auch im Dezember wesentlich ungünstiger als vor
dem September und als im Dienstleistungsbereich insgesamt;
im Vergleich zum November hat sich die Lage zumeist aber nur
noch wenig verschlechtert. Alles in allem hält sich der
Einfluss dieser Veränderungen auf die Gesamtentwicklung
aber in äußerst engen Grenzen. Gravierender könnten
allerdings die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sein;
diese lassen sich aber nicht so einfach nachweisen. |
2001: Deutliche Eintrübung des
Arbeitsmarktes
 | Im Jahr 2001 hat sich die deutsche Wirtschaft
konjunkturell beträchtlich abgekühlt; infolgedessen
trübte sich - bei anhaltenden strukturellen Problemen -
auch der Arbeitsmarkt deutlich ein. Die bereits im zweiten
Halbjahr 2000 einsetzende wirtschaftliche Abschwächung hat
sich im Jahresverlauf 2001 rasch verstärkt. Ausschlaggebend
dafür war ein Kaufkraftentzug infolge steigender Preise
für Rohöl und Nahrungsmittel sowie das Abgleiten der
Weltwirtschaft in eine Rezession. Schließlich haben die
Ereignisse des 11. September zusätzlich verunsichert.
Während der private Konsum gleichwohl eine Stütze der
wirtschaftlichen Entwicklung blieb, brachen die
Anlageinvestitionen ein; dabei gingen die Bauinvestitionen
erneut besonders stark zurück. Schließlich zeigte der
Export, konjunktureller Impulsgeber der Vorjahre, eine
geringere Dynamik. Positiv wirkte sich neben der
Steuerreform eine beschäftigungsorientierte Tarifpolitik
aus.
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 | Bei nur noch geringem Wirtschaftswachstum hat sich die
Arbeitsproduktivität der Erwerbstätigen weiter erhöht.
Dies beruht insbesondere auf zunehmender
Stundenproduktivität; der Anstieg pro Kopf war kleiner,
nicht zuletzt weil die Zahl der Teilzeitbeschäftigten wie
bisher zugenommen haben dürfte. Alles in allem war das
Wirtschaftswachstum nicht stark genug, um im Jahr 2001 die
Zahl der Beschäftigten weiter steigen und die der
Arbeitslosen sinken zu lassen.
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 | Die Beschäftigung hat im Jahresverlauf 2001 abgenommen.
So dürfte die Zahl der Erwerbstätigen - geschätzt auf der
Basis vorläufiger Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die
bis Oktober reichen - Ende 2001 bei rd. 38,9 Mio gelegen
haben, dies sind rd. 100.000 oder 0,2 Prozent weniger als
ein Jahr zuvor. Bei jahresdurchschnittlicher Betrachtung
ergibt sich dagegen noch ein geringer Zuwachs. So lag die
Beschäftigung, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes,
im Jahresdurchschnitt 2001 mit 38,76 Mio um 55.000 oder 0,1
Prozent über dem Vorjahresstand; dies beruht aber allein
auf der ausgesprochen positiven Entwicklung im Jahr 2000 und
dem daraus resultierenden hohen Ausgangsniveau zu Beginn des
Jahres 2001 (Überhangeffekt). In den Vorjahren hatte die
Erwerbstätigkeit noch kräftig zugenommen, allerdings
großenteils wegen mehr geringfügiger Beschäftigung
(+625.000; +470.000).
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 | Das Angebot an Arbeitskräften ist weiterhin gestiegen,
wenngleich nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Zwar
sind - nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt-
und Berufsforschung (IAB) - wie bisher wesentlich mehr
ältere Menschen aus dem Erwerbsleben geschieden als
jüngere nachgerückt, aber diese demografische Komponente (jahresdurchschnittlich
2001/2000: rd. -210.000) wurde durch größere
Erwerbsneigung sowie positive Wanderungs- und Pendlereffekte
überkompensiert (rd. +170.000 bzw. rd. +100.000). Alles in
allem hat sich im Jahr 2001 das Erwerbspersonenpotenzial
jahresdurchschnittlich um rd. 60.000 auf rd. 44,46 Mio
erhöht (Vorjahre: rd. +140.000; rd. +90.000).
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 | Rückläufige Kräftenachfrage und wachsendes
Arbeitsangebot haben im Jahresverlauf die Arbeitslosigkeit
spürbar steigen lassen. Von Anfang Januar bis Ende Dezember
2001 erhöhte sie sich um 154.600 oder 4 Prozent auf
3.963.500, nachdem sie im vergangenen Jahr noch um 238.300
oder 6 Prozent abgenommen hatte. Damit setzte sich die
günstige Entwicklung der Jahre seit 1998 nicht mehr fort.
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 | Jahresdurchschnittlich waren im Berichtsjahr mit 3.851.600
Personen allerdings 37.000 oder 1 Prozent weniger arbeitslos
gemeldet als im Vorjahr; dies geht aber - analog zur
Veränderung der Erwerbstätigkeit - allein auf die
günstige Entwicklung bis Ende 2000 und das dadurch bewirkte
niedrige Ausgangsniveau zurück (Unterhangeffekt).
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 | Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf beruht
auf mehr Zugängen und - stärker noch - auf weniger
Abgängen. So meldeten sich im Berichtsjahr 7,03 Mio
Personen arbeitslos, 99.600 oder 1 Prozent mehr als im
Vorjahr. Gleichzeitig beendeten 6,86 Mio Menschen ihre
Arbeitslosigkeit, 334.500 oder 5 Prozent weniger. Die
durchschnittliche Dauer einer Arbeitslosigkeitsperiode ist
dagegen leicht gesunken; sie betrug für Personen, die im
Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit beendeten, 34,1 Wochen,
gegenüber 35,0 Wochen im Vorjahr.
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 | Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen, belief sich im Jahresdurchschnitt 2001 auf
9,4 Prozent, im Vergleich zu 9,6 Prozent im Vorjahr. Auf der
Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnen sich
Quoten von 10,3 Prozent bzw. 10,7 Prozent. In den neuen
Ländern waren die Arbeitslosenquoten nach wie vor gut
doppelt so hoch wie im Westen.
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 | Dies belegt die im Osten anhaltend größeren Probleme am
Arbeitsmarkt. Darüber hinaus war dort die Stützung durch
arbeitsmarktpolitische Instrumente - relativ gesehen -
weiterhin wesentlich stärker als im Westen. Bundesweit
belief sie sich 2001 jahresdurchschnittlich praktisch
unverändert auf rd. 940.000. Davon entfiel wie bisher knapp
die Hälfte auf die neuen Länder.
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 | Der Bestand an Stellen hat im Jahresverlauf abgenommen.
Während er zu Beginn des Jahres noch deutlich über dem
Vorjahreswert lag (+13 Prozent), war er am Jahresende ebenso
spürbar kleiner (-14 Prozent). Im Jahresdurchschnitt gab es
mit 506.100 Positionen etwas weniger als im Jahr zuvor
(-7.800 oder -1,5 Prozent). Die leichte Abnahme des
Stellenbestandes ist das Ergebnis aus weniger Zugängen und
längerer Laufzeit. So wurden den Arbeitsämtern 2001
bundesweit 3,73 Mio Angebote gemeldet; dies waren 373.200
oder 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Ihre
durchschnittliche Laufzeit ist von 6,9 Wochen im Jahr 2000
auf 8,1 Wochen gestiegen. Alles in allem spiegelt dies die
abgekühlte Konjunktur wider.
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 | Die Stellenabgänge waren ebenfalls spürbar kleiner als
im Vorjahr. Von Januar bis Dezember wurden 3,80 Mio Angebote
abgemeldet, 257.900 oder 6 Prozent weniger. Der weitaus
größte Teil der Stellen wurde durch Arbeitsvermittlungen
erledigt; ihre Zahl betrug insgesamt 3,10 Mio. Das größte
Gewicht hatten dabei nach wie vor die Vermittlungen nach
Auswahl und Vorschlag mit 2,52 Mio. Solche durch den
Stellen-Informations-Service (SIS) mit 520.200 bzw. den
Arbeitgeber-Informations-Service (AIS) mit 48.300 haben
stark an Bedeutung gewonnen; aber nicht alle dieser
Stellenbesetzungsvorgänge werden den Arbeitsämtern bekannt.
Darüber hinaus wurden 720.400 kurzfristige
Beschäftigungsverhältnisse bis zu sieben Tage Dauer
angebahnt. Alles in allem verhalfen die Arbeitsämter 2001
mindestens 3,82 Mio Arbeitsuchenden zu einer neuen
Beschäftigung.
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 | Für die einzelnen Personengruppen entwickelte sich der
Arbeitsmarkt unterschiedlich. Einen deutlichen Rückgang der
jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenzahl gab es bundesweit
bei den Älteren (ab 55 Jahre), nämlich um 15 Prozent auf
714.000. Ausschlaggebend hierfür waren wohl demografische
Gründe. Dagegen hat sich die Jugendarbeitslosigkeit um 4
Prozent auf 443.900 erhöht. Rückläufig war auch die
Langzeitarbeitslosigkeit und die Zahl arbeitsloser
Schwerbehinderter, und zwar um -7 Prozent auf 1,28 Mio bzw.
-7 Prozent auf 171.300; allerdings beruht dies fast
ausschließlich auf der Entwicklung im Westen (vgl.
ausführlicher Teil II. und III.).
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 | Kurzarbeit hat sich im Jahresverlauf 2001 - vor allem
infolge nachlassender Konjunktur - weit mehr als verdoppelt.
Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der
Kurzarbeiter um 36.900 auf 122.900. Die meisten
Wirtschaftszweige haben dazu beigetragen, insbesondere das
Verarbeitende Gewerbe. Der durchschnittliche
Arbeitszeitausfall verringerte sich um 6 Prozentpunkte auf
48 Prozent. Auf Grund des wesentlich stärkeren Anstiegs der
Kurzarbeiterzahl hat sich gleichwohl das Vollzeitäquivalent
der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem
Arbeitszeitausfall) deutlich erhöht.
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 | Arbeitsmarktpolitik bewegte sich 2001 weiter auf hohem
Niveau. Bei zahlreichen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten
ist mit einem relativ hohen Jahresanfangsbestand gestartet
worden; knapp 54 Prozent des Eingliederungstitels waren
bereits zu Jahresbeginn gebunden, im Vergleich zu nur gut 48
Prozent im Vorjahr. Damit stand - bei unverändertem
Mittelvolumen - weniger Geld für Neubewilligungen zur
Verfügung. Infolgedessen nahmen im Jahresverlauf die
Teilnehmerbestände zahlreicher Maßnahmen ab. Während z.B.
die Zahl der Personen in beruflicher Weiterbildung zu
Jahresbeginn noch um 11 Prozent über dem Vorjahreswert lag,
unterschritt sie ihn zuletzt um 11 Prozent. Einzelne
Maßnahmen haben aber auch an Bedeutung gewonnen.
Beispielsweise lag die Zahl der Teilnehmer am Sofortprogramm
zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit zum Jahresbeginn noch
beträchtlich unter dem Stand des Vorjahres, am Ende waren
es 27 Prozent mehr. Auch im Jahresdurchschnitt 2001
erreichten viele Maßnahmen nicht die Teilnehmerzahlen von
2000, trotz des erwähnten Überhangeffekts. Nach wie vor
sind Gewicht und Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik in
Ost und West recht unterschiedlich (vgl. ausführlicher Teil
II. und III.). |
Ausbildungsstellenmarkt: Am Jahresende
kleines Stellendefizit
 | Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt stellte sich,
nach Daten der Berufsberatungsstatistik, zum Abschluss des
Berufsberatungsjahres 2000/2001 rechnerisch ausgeglichen dar.
Bundesweit gab es Ende September etwas mehr unbesetzte
Ausbildungsstellen als nicht vermittelte Bewerber.
Allerdings war die Lage im Westen nach wie vor besser als im
Osten.
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 | Betriebe und Verwaltungen meldeten von Oktober 2000 bis
September 2001 den Arbeitsämtern 631.000 Ausbildungsstellen,
5.600 oder 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig wurden 737.800 Bewerber registriert, 32.600
oder 4 Prozent weniger. Der Rückgang resultierte vor allem
aus der verstärkten Nutzung des
Ausbildungs-Stellen-Informations-Service (ASIS) im Internet,
aber auch aus einem regional entspannteren
Ausbildungsstellenmarkt. Beides hat dazu geführt, dass
weniger Jugendliche die individuelle Ausbildungsvermittlung
in Anspruch nahmen; eine geringere Gesamtnachfrage lässt
sich daraus also nicht ableiten.
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 | Ende September waren 24.500 Ausbildungsstellen noch nicht
besetzt, 1.200 oder 4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.
Zugleich zählten 20.500 Bewerber als noch nicht vermittelt,
3.200 oder 13 Prozent weniger.
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 | Die Bundesanstalt hat mit der üblichen
Nachvermittlungsaktion, dem sog. 5. Quartal, ihre
Vermittlungsbemühungen fortgesetzt. Die Zahl der Ende
September noch unbesetzten Stellen verringerte sich bis Ende
Dezember um 15.900 auf 8.600, die der noch nicht
vermittelten Bewerber um 11.700 auf 8.700. Gleichzeitig
gingen weitere 9.900 Ausbildungsstellen und 27.000
Bewerbermeldungen für das laufende Ausbildungsjahr ein;
3.700 dieser Stellen waren zuletzt noch frei und 17.500
Jugendliche noch unversorgt. Alles in allem ergab sich zum
Jahresende 2001 somit folgendes Bild: 12.300 noch offene
Lehrstellen standen 26.200 noch nicht vermittelten Bewerbern
gegenüber (Vorjahr: 14.000 zu 28.900). Folglich gab es ein
Stellendefizit von 13.900, nachdem es Ende September noch
einen Überschuss von 4.100 gegeben hatte (Vorjahr: -14.900
bzw. +2.000). |
II. Alte Länder
Arbeitslosigkeit weiter gestiegen
 | Anhaltspunkte für die jüngere Entwicklung der
Erwerbstätigkeit im Westen liefert u.a. die Statistik der
voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Danach hat
die Zahl der Erwerbstätigen auch im Oktober über dem Stand
des Vorjahres gelegen, wenngleich mit abnehmender Tendenz.
Wie sich die Beschäftigung in letzter Zeit saisonbereinigt
verändert hat, muss offen bleiben.
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 | Die Arbeitslosigkeit hat im Dezember saisonbereinigt
weiter zugenommen; mit +11.000 war der Anstieg genauso groß
wie im Durchschnitt der Monate Januar bis November, obwohl
im Berichtsmonat die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik
vergleichsweise wenig abgenommen hat. Seit Beginn des Jahres
2001 lässt die schwache Konjunktur die Arbeitslosigkeit
also nennenswert und tendenziell zunehmend steigen.
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 | Nicht saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit
insbesondere aus jahreszeitlichen Gründen deutlich erhöht,
und zwar um 116.200 auf 2.584.000. Diese Zunahme war
merklich größer als im vergangenen Jahr (+93.700).
Folglich lag die Arbeitslosigkeit immer mehr über dem
Vorjahresstand (+130.300; November: +107.800); dabei haben
Veränderungen beim Einsatz der Arbeitsmarktpolitik den
Anstieg der Arbeitslosigkeit noch begrenzt (Dezember: rd.
+45.000; November: rd. +35.000).
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 | Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen, betrug im Dezember 7,7 Prozent, auf Basis
der abhängigen zivilen Erwerbspersonen 8,6 Prozent. Damit
sind die Quoten jeweils um 0,3 Prozentpunkte größer als
vor Jahresfrist.
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 | Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren im Dezember
weiterhin relativ zahlreich, auch wenn sich saisonbereinigt
für die letzten drei Monate eine Abnahme ergibt (durchschnittlich:
-5.000). Nicht saisonbereinigt meldeten sich von Oktober bis
Dezember 1,21 Mio Personen arbeitslos, dies sind 16.900 oder
1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach wie vor
wesentlich stärker waren vor allem Zugänge aus
Erwerbstätigkeit (ohne betriebliche oder außerbetriebliche
Ausbildung: +51.600 oder +9 Prozent auf 639.400). Auch dies
spiegelt die konjunkturelle Abkühlung wider. Die Meldungen
nach betrieblicher oder außerbetrieblicher Ausbildung waren
dagegen deutlich geringer (-2.700 oder -14 Prozent auf
17.100); ähnliches gilt für die Zugänge nach schulischer
Ausbildung (-9.300 oder -17 Prozent auf 44.500).
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 | Die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit blieben schwach.
Saisonbereinigt ergibt sich für die letzten drei Monate ein
durchschnittlicher Rückgang von 5.000. Nicht
saisonbereinigt beendeten von Oktober bis Dezember 1,02 Mio
Personen ihre Arbeitslosigkeit, dies sind 101.900 oder 9
Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei war -
ebenfalls infolge des konjunkturellen Abschwungs - die Zahl
der Abgänge in Arbeit nach wie vor spürbar kleiner (ohne
betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung: -42.500
oder -10 Prozent auf 383.000). Wegen weniger Eintritten in
berufliche Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge)
blieben vor allem die Abmeldungen in Ausbildung wesentlich
verhaltener (-24.300 oder -20 Prozent auf 94.700); dies gilt
allerdings nicht für den Berichtsmonat.
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 | Die gemeldete Kräftenachfrage schwächte sich weiter
stark ab; saisonbereinigt gingen von Oktober bis Dezember
durchschnittlich 7.000 Positionen weniger ein. Nicht
saisonbereinigt wurden im gleichen Zeitraum mit 531.700
Angeboten 128.800 oder 20 Prozent weniger registriert als
vor einem Jahr. Auch diese Zahlen belegen den
konjunkturellen Abschwung.
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 | Im vierten Quartal 2001 wurden 477.100
Beschäftigungsverhältnisse über sieben Tage Dauer
angebahnt. Arbeitsvermittlungen nach Auswahl und Vorschlag
hatten mit 337.800 nach wie vor die weitaus größte
Bedeutung, solche durch den Stellen-Informations-Service
(SIS) und den Arbeitgeber-Informations-Service (AIS), die
den Arbeitsämtern aber nicht vollzählig bekannt werden,
haben allerdings erheblich an Gewicht gewonnen (125.700 bzw.
10.300). Außerdem wurden 173.000 kurzfristige Tätigkeiten
angebahnt. Insgesamt vermittelten die Arbeitsämter in den
letzten drei Monaten mindestens 650.100 Personen.
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 | Der Bestand an Stellen hat sich im Berichtsmonat weiter
stark verringert; saisonbereinigt errechnet sich eine
Abnahme von 7.000 (November: -12.000). Nicht saisonbereinigt
waren zuletzt noch 334.000 Positionen registriert, dies sind
70.800 weniger als vor einem Jahr (November: -65.000).
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 | Kurzarbeit hat sich von November auf Dezember wesentlich
weniger als in den Vormonaten erhöht; die Zahl der
Kurzarbeiter nahm um 5.100 auf 146.600 zu. Zum Anstieg
trugen erneut zahlreiche Wirtschaftszweige bei. Eine große
Zunahme gab es im Bereich Luftfahrt (+9.500 auf 9.600).
Dagegen verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe - vermutlich
im Zusammenhang mit mehr Entlassungen - erstmals seit
längerem eine deutliche Abnahme. Dazu trugen insbesondere
die Herstellung von Möbeln und Spielwaren bei (-2.800 auf
4.300), aber auch die Rundfunk-, Fernseh- und
Nachrichtentechnik und die Herstellung von
Metallerzeugnissen (jeweils: -2.400 auf 11.700 bzw. 8.700).
Dagegen gab es erheblich mehr Kurzarbeiter in der
Metallerzeugung und -bearbeitung (+4.500 auf 12.200). Im
Baugewerbe hielt sich der Anstieg in relativ engen Grenzen
(+2.100 auf 18.200). Gegenüber Dezember 2000 gab es
insgesamt 93.800 Kurzarbeiter mehr; damit hat sich der
Vorjahresabstand weiter vergrößert (November: +89.400).
Die Arbeitszeit wurde im Durchschnitt um 39 Prozent
verringert (Vormonat: 41 Prozent; Vorjahr: 59 Prozent); mehr
als die Hälfte fiel für 23 Prozent der Kurzarbeiter aus
(25 Prozent; 50 Prozent). |
2001: Konjunkturbedingte Abschwächung
 | Die konjunkturelle Abkühlung des Jahres 2001 machte sich
vor allem am Arbeitsmarkt der alten Länder bemerkbar. Denn
wegen der erheblich stärkeren Exportorientierung bzw. des
größeren Gewichts der Industrie hatte der Westen unter der
Abschwächung von Weltkonjunktur und Nachfrage nach
Investitionsgütern wesentlich stärker zu leiden als der
Osten. Auf Grund derselben wirtschaftsstrukturellen
Gegebenheiten hatten die alten Länder in den Jahren zuvor
von der weltweiten Belebung entsprechend stärker profitiert.
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 | Gleichwohl ist die Beschäftigung jahresdurchschnittlich
noch gestiegen, und zwar - nach vorläufigen Schätzungen
des IAB - um rd. 180.000 oder 0,6 Prozent auf 32,5 Mio. Dies
beruht aber wohl allein auf dem Überhang aus dem Vorjahr,
denn zumal 2000 war die Beschäftigung noch
außergewöhnlich stark gewachsen (jahresdurchschnittlich:
rd. +680.000; 1999/98: rd. +450.000).
|
 | Das Arbeitsangebot ist 2001 weiter gestiegen, wenngleich
nicht mehr so kräftig wie in den Jahren zuvor. Zwar haben
einerseits nach wie vor mehr ältere Menschen den
Arbeitsmarkt verlassen, als jüngere hinzugekommen sind (IAB-Schätzung
jahresdurchschnittlich: rd. -200.000). Andererseits wurde
diese demografische Komponente durch größere
Erwerbsbeteiligung und positive Wanderungs- und
Pendlereffekte mehr als ausgeglichen (rd. +180.000 bzw. rd.
+130.000). Alles in allem ist somit die Größe des
Erwerbspersonenpotenzials jahresdurchschnittlich um rd.
110.000 auf 36,3 Mio gestiegen (Vorjahre: rd. +240.000; rd.
+210.000).
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 | Die Arbeitslosigkeit hat sich 2001 spürbar erhöht. Im
Verlauf des Jahres nahm sie um 130.300 oder 5 Prozent auf
2.584.000 zu, nachdem sie in den drei Jahren zuvor deutlich
abgenommen hatte (-236.400; -194.800; -180.000). Dabei ist
die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik sogar noch um rd.
50.000 gestiegen, und zwar praktisch ausschließlich wegen
einer größeren Inanspruchnahme des § 428 SGB III, von
Altersteilzeit und Kurzarbeit. Fasst man Arbeitslosigkeit
und Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik als
Unterbeschäftigung zusammen, so lag diese im Dezember um
rd. 180.000 über dem Vorjahresmonat.
|
 | In jahresdurchschnittlicher Betrachtung hat sich die Zahl
der Arbeitslosen um 51.400 oder 2 Prozent auf 2.478.000
verringert. Dahinter steht, dass die Zahl der
Erwerbstätigen stärker zugenommen hat als die der
Arbeitsanbieter (s.o.). Die jahresdurchschnittliche Abnahme
der Arbeitslosigkeit geht allerdings allein auf die
günstige Entwicklung im Jahr 2000 und dem sich daraus
ergebenden niedrigen Arbeitslosenbestand Anfang 2001 zurück
(Unterhangeffekt). Geholfen hat auch mehr Entlastung durch
Arbeitsmarktpolitik (rd. +40.000 auf rd. 520.000).
Entsprechend lag die Unterbeschäftigung nur um rd. 10.000
unter dem Wert des Vorjahres.
|
 | Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen
Erwerbspersonen betrug 2001 jahresdurchschnittlich 7,4
Prozent. Bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen
errechnet sich eine Quote von 8,3 Prozent. Die
Vorjahreswerte waren jeweils um 0,4 Prozentpunkte größer.
|
 | Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf beruht
zum einen auf mehr Zugängen. So meldeten sich 4,79 Mio
Menschen arbeitslos, dies sind 141.100 oder 3 Prozent mehr
als im Vorjahr. Infolge der konjunkturellen Eintrübung
waren vor allem die Zugänge aus Erwerbstätigkeit deutlich
zahlreicher (ohne betriebliche oder außerbetriebliche
Ausbildung: +131.800 oder +6 Prozent auf 2,30 Mio). Die
Arbeitslosmeldungen nach betrieblicher oder
außerbetrieblicher sowie nach schulischer Ausbildung waren
dagegen etwas kleiner ( -2.600 oder -2 Prozent auf 129.800
bzw. -8.700 oder -3 Prozent auf 241.500), solche aus
sonstiger Nichterwerbstätigkeit geringfügig größer als
im Vorjahr (+20.600 oder +1 Prozent auf 2,12 Mio).
|
 | Besonders schwach haben sich zum andern die Abmeldungen
aus Arbeitslosigkeit entwickelt. Insgesamt beendeten 4,61
Mio Personen ihre Arbeitslosigkeit, 270.000 oder 6 Prozent
weniger als im Vorjahr. Dabei waren - als Folge der
wirtschaftlichen Abkühlung - auch die Abgänge in Arbeit
deutlich kleiner (ohne betriebliche oder außerbetriebliche
Ausbildung: -137.700 oder -7 Prozent auf 1,97 Mio). Stark
rückläufig waren die Abmeldungen in Ausbildung (-56.700
oder -12 Prozent auf 412.600), und zwar allein wegen weniger
Eintritten in berufliche Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge:
-61.800 auf 262.000). Die Abgänge in sonstige
Nichterwerbstätigkeit haben sich vergleichsweise wenig
verringert (-50.300 oder -3 Prozent auf 1,93 Mio). Hier
standen eine kleinere Zahl von Abgängen wegen Verrentung
und Nichterneuerung der Meldung einer größeren in den
Status eines Leistungsempfängers gem. § 428 SGB III (einschl.
§§ 125, 429 SGB III) gegenüber.
|
 | Die Dauer der Arbeitslosigkeit hat abgenommen. Sie lag
für Personen, die im Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit
beendeten, bei durchschnittlich 32,7 Wochen gegenüber 34,2
Wochen im Jahr zuvor.
|
 | Der Bestand an Stellen hat sich - anders als 2000 - im
Jahresverlauf beträchtlich verringert. Während er Anfang
Januar noch spürbar über dem Vorjahreswert lag (+14
Prozent), war er im Dezember deutlich kleiner (-17 Prozent).
Im Jahresdurchschnitt ergab sich mit 440.300 gemeldeten
Positionen aber nur ein leichter Rückgang (-11.600 oder -3
Prozent). Wegen der schwachen Konjunktur waren die
Stellenzugänge beträchtlich kleiner als 2000; so
verzeichneten die Arbeitsämter im Berichtsjahr mit 2,80 Mio
Stellenmeldungen ein Minus von 316.000 oder 10 Prozent.
Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Laufzeit
gegenüber dem Vorjahr um 1,5 auf 9,3 Wochen verlängert.
Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass Unternehmen
konjunkturbedingt zögerlicher bei Stellenbesetzungen
agieren, aber auch - zumindest punktuell - geeignete Kräfte
schwerer finden.
|
 | Den Zugängen folgend waren auch die Stellenabgänge
deutlich kleiner als 2000. Im Berichtsjahr wurden 2,88 Mio
Angebote abgemeldet, 195.500 oder 6 Prozent weniger. Dabei
wurden 2,27 Mio Stellen durch Arbeitsvermittlungen erledigt.
Das weitaus größte Gewicht haben nach wie vor solche nach
Auswahl und Vorschlag; auf diese Weise wurden 2001 insgesamt
1,74 Mio Arbeitsuchende in Beschäftigungen über sieben
Tage Dauer gebracht. Stellenbesetzungen durch den SIS mit
474.500 und den AIS mit 41.200 gewinnen immer stärker an
Bedeutung, solche durch beauftragte Dritte (6.900) oder den
Nachweis selbständiger Tätigkeiten (4.100) halten sich
nach wie vor in engen Grenzen. Darüber hinaus wurden für
642.700 Arbeitsuchende kurzfristige Beschäftigungen
angebahnt. Alles in allem verhalfen die Arbeitsämter im
Jahre 2001 mindestens 2,91 Mio Menschen zu einer neuen
Beschäftigung. |
Deutlicher Rückgang der
Arbeitslosigkeit Älterer und Schwerbehinderter sowie der
Langzeitarbeitslosigkeit
 | Im Jahresdurchschnitt 2000 hat sich die Arbeitslosigkeit
für die meisten Personengruppen ermäßigt. Dabei darf aber
nicht übersehen werden, dass sie sich im Jahresverlauf -
entsprechend der Gesamtentwicklung - zumeist wesentlich
ungünstiger gemacht hat.
|
 | Die Konjunktur hat sich auf die Arbeitslosigkeit von
Arbeitern und Angestellten recht ähnlich ausgewirkt. So lag
die jahresdurchschnittliche Zahl arbeitsloser Arbeiter mit
1,52 Mio und die der Angestellten mit 0,96 Mio um jeweils 2
Prozent unter dem Vorjahreswert.
|
 | Auch bei Männern und Frauen gab es keine großen
Unterschiede. Im Jahresdurchschnitt waren 1,38 Mio Männer
und 1,10 Mio Frauen arbeitslos gemeldet, 1 Prozent bzw. 3
Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der Frauen an
allen Arbeitslosen ist somit geringfügig gesunken, und zwar
um 0,3 Prozentpunkte auf 44,4 Prozent. Die
durchschnittlichen Arbeitslosenquoten (auf der Basis aller
zivilen Erwerbspersonen) waren mit 7,5 Prozent bei Männern
und 7,3 Prozent bei Frauen etwa gleich groß.
|
 | Die Arbeitslosigkeit von Personen, die eine
Teilzeitbeschäftigung suchten, hat sich 2001 leicht erhöht,
nämlich im Jahresdurchschnitt um 2 Prozent auf 311.900.
Nach wie vor waren 96 Prozent dieser Arbeitslosen weiblich.
27 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen suchten somit
eine Teilzeitbeschäftigung (+1 Prozentpunkt), bei den
Männern waren es unverändert nur 1 Prozent.
|
 | Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher (unter 25 Jahren) ist
deutlich gestiegen, und zwar jahresdurchschnittlich um 4
Prozent auf 284.500, im Jahresverlauf sogar um 17 Prozent.
Damit haben sich die Abnahmen früherer Jahre nicht
fortgesetzt. Dabei war die Entwicklung bei den 20- bis unter
25-Jährigen ungünstiger als bei den 15- bis unter
20-Jährigen (jahresdurchschnittlich: +6 Prozent auf 216.800
bzw. +1 Prozent auf 67.700). Außerdem stieg die
Arbeitslosigkeit bei jungen Männern dreimal so stark an wie
bei jungen Frauen (+6 Prozent bzw. +2 Prozent). Die
Arbeitslosenquote für Jüngere unter 25 Jahren (auf der
Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen) lag mit
jahresdurchschnittlich 7,4 Prozent weiterhin spürbar unter
der Gesamtquote (8,3 Prozent); allerdings geht dies allein
auf die 15- bis unter 20-Jährigen zurück (5,0 Prozent),
die Quote der 20- bis unter 25-Jährigen liegt darüber (8,7
Prozent).
|
 | Die Arbeitslosigkeit Älterer lag dagegen das ganze Jahr
hindurch beträchtlich unter Vorjahresniveau.
Jahresdurchschnittlich gab es 493.500 Arbeitslose ab 55
Jahren, dies sind 15 Prozent weniger.
|
 | Maßgeblich dafür dürften vor allem demografische
Gründe sein. Darüber hinaus ist die Arbeitslosigkeit
Älterer durch die stärkere Inanspruchnahme der Regelung
des § 428 SGB III entlastet worden (jahresdurchschnittlich:
+28 Prozent auf 140.700). Entsprechend hat sich auch die
Arbeitslosenquote für Ältere reduziert; sie ist aber nach
wie vor deutlich größer als die Gesamtquote.
|
 | Auch die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter hat 2001
stark abgenommen. Im Jahresdurchschnitt waren 133.800
registriert, dies sind 9 Prozent weniger. Neben
demografischen Einflüssen dürfte sich hier auch das
Aktionsprogramm "Berufliche Integration
Schwerbehinderter" (ABIS) ausgewirkt haben.
|
 | Die Zahl arbeitsloser Spätaussiedler ist weiter erheblich
gesunken, im Jahresverlauf allerdings immer weniger.
Jahresdurchschnittlich war sie mit 48.900 um 18 Prozent
kleiner als 2000. Dies könnte auch auf weniger Zuzügen im
Jahr 2000 beruhen, 2001 dürften es allerdings wieder mehr
gewesen sein.
|
 | Die Arbeitslosigkeit von Ausländern entwickelte sich
durchschnittlich. Ihre Zahl hat sich jahresdurchschnittlich
um 2 Prozent auf 428.600 verringert. Nach wie vor tragen
Ausländer ein wesentlich größeres Arbeitslosigkeitsrisiko
als Deutsche; so war ihre Arbeitslosenquote (auf der Basis
der abhängigen zivilen Erwerbspersonen) im
Jahresdurchschnitt mit 16,5 Prozent weiterhin doppelt so
groß wie die der Deutschen (8,3 Prozent).
|
 | Langzeitarbeitslosigkeit hat sich 2001 stark verringert.
Die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen, die
bereits über ein Jahr nach einer Beschäftigung suchen,
nahm um 12 Prozent auf 810.300 ab. Eine Rolle hierfür
dürften auch demografische Gründe sowie die stärkere
Inanspruchnahme des § 428 SGB III spielen, da vor allem
Ältere langzeitarbeitslos sind. Der Anteil der
Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen hat sich von 36
Prozent auf 33 Prozent verringert. Männer und Frauen waren
in etwa gleichem Maße von Langzeitarbeitslosigkeit
betroffen (32 Prozent bzw. 34 Prozent). |
Arbeitsmarktpolitik 2001:
Vorruhestandsähnliche Regelungen mehr genutzt
 | Die Gewährung von Kurzarbeitergeld hat im Jahresverlauf
2001 stark zugenommen; jahresdurchschnittlich erhöhte sich
die Zahl der Kurzarbeiter um 34.500 auf 96.100. Zum Anstieg
haben zahlreiche Wirtschaftszweige beigetragen, insbesondere
das Verarbeitende Gewerbe. Zwar verringerte sich der
durchschnittliche Arbeitszeitausfall stark um 7
Prozentpunkte auf 47 Prozent; wegen des stärkeren Anstiegs
der Kurzarbeiterzahl erhöhte sich jedoch das
Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter
mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall) deutlich (rd.
+12.000 auf rd. 45.000).
|
 | Von der Bundesanstalt geförderte berufliche Bildung
verlor im Berichtsjahr spürbar an Gewicht. So lag Anfang
Januar der Bestand an Teilnehmern noch um 23.500 über dem
des Vorjahres, Ende Dezember unterschritt er ihn um 28.900.
Im Jahresdurchschnitt gab es indes nur ein leichtes Minus;
mit 242.000 Teilnehmern in Maßnahmen der beruflichen
Weiterbildung und der Wiedereingliederung Behinderter waren
es 3.800 weniger. Die Abnahme entfällt nahezu allein auf
berufliche Weiterbildung (-3.300 auf 209.000), während
Rehabilitation nur wenig zurückging (-600 auf 33.000). Im
Berichtsjahr begannen 310.300 Personen eine solche Maßnahme,
77.800 weniger (Weiterbildung: -76.700 auf 261.200;
Rehabilitation: -1.100 auf 49.100). Auch Deutsch-Sprachlehrgänge
wurden erneut etwas weniger nachgefragt; dies könnte auch
auf die relativ schwachen Zuzüge von Spätaussiedlern bis
zum Frühjahr 2001 zurückzuführen sein. Im
Jahresdurchschnitt gab es 19.500 Teilnehmer, das ist eine
Abnahme um 2.100. Im Laufe des Jahres begannen 43.000
Personen einen solchen Kurs, 4.000 weniger als 2000.
|
 | In Beschäftigungschaffenden Maßnahmen (BSM) des zweiten
Arbeitsmarktes waren merklich weniger Personen tätig. Zu
Jahresbeginn lag der Bestand erst um 1.300 unter dem
Vorjahreswert, am Ende um 12.200. Diese Entwicklung ist vor
allem darauf zurückzuführen, dass die Arbeitsämter im
Berichtsjahr die Förderung von Beschäftigung am zweiten
Arbeitsmarkt zugunsten der des ersten stärker verringerten.
Jahresdurchschnittlich fanden 60.900 Menschen mit
ungünstigen Arbeitsmarktchancen so eine befristete
Tätigkeit, 7.700 weniger als 2000. Die Abnahme traf fast
allein ABM (-7.400 auf 50.600; traditionelle SAM: -200 auf
10.300). Die Zugänge in BSM des zweiten Arbeitsmarktes
blieben ebenfalls deutlich hinter jenen des Vorjahres
zurück. Mit 73.400 Eintritten gab es eine Abnahme von
16.000, und zwar allein bei ABM (-16.800 auf 61.900; dagegen
traditionelle SAM: +800 auf 11.500).
|
 | Die direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat sich
im Verlauf des Berichtsjahres vergleichsweise wenig
verändert. Im Jahresdurchschnitt nahm der Teilnehmerbestand
um 5.000 auf 102.900 ab. Dies ist vor allem auf weniger
Eingliederungszuschüsse zurückzuführen (-3.800 auf
47.000; dagegen Überbrückungsgeld: +1.100 auf 28.700). Im
Jahresverlauf nahmen mit Unterstützung dieser Instrumente (einschließl.
Arbeitnehmerhilfe) 166.400 Personen eine Beschäftigung auf,
18.700 weniger als im Vorjahr. Auch diese Abnahme beruht
insbesondere auf Eingliederungszuschüssen (-18.500 auf
62.700; dagegen Überbrückungsgeld: +2.300 auf 64.500).
|
 | Das Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit
zeigte im Jahresverlauf eine günstige Entwicklung. Während
die Teilnehmerzahl Anfang Januar noch deutlich unter dem
Vorjahreswert lag, übertraf sie diesen im Dezember um
4.700. Jahresdurchschnittlich befanden sich 39.000 junge
Menschen im Programm, das ist ein Minus von 3.000. Die
Arbeitsämter haben im Berichtsjahr 88.900 meist Jugendliche
in die verschiedenen Maßnahmen gebracht, 16.300 mehr als
2000.
|
 | Freie Förderung hat weiter kräftig zugelegt. Im
abgelaufenen Jahr wurden insgesamt 368.300 Leistungen
bewilligt, 71.900 mehr als 2000. Dabei haben 37.800 Personen
an Maßnahmen teilgenommen, die zu einem Internet-Zertifikat
führten.
|
 | Die Arbeitslosigkeit Älterer wurde 2001 stark zunehmend
durch die Regelung des § 428 SGB III entlastet. Während
Anfang Januar erst 3.900 Personen mehr als vor Jahresfrist
diese Möglichkeit nutzten, waren es Ende Dezember ca.
47.000 mehr. Im Jahresdurchschnitt gab es ca. 141.000
derartige Leistungsempfänger, ein Plus von ca. 31.000. Auch
die von der Bundesanstalt geförderte Altersteilzeit
entwickelte sich 2001 positiv. Jahresdurchschnittlich
machten ca. 40.000 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch,
ca. 14.000 mehr als im Vorjahr. Mit ca. 36.000 Eintritten
gab es einen Zuwachs von ca. 10.000. |
Ausbildungsstellenmarkt: Mehr Stellen -
weniger Bewerber
 | Der Ausbildungsstellenmarkt hat sich im vergangenen
Berufsberatungsjahr weiter leicht entspannt. So sind von
Oktober 2000 bis September 2001 insgesamt 509.600
Ausbildungsstellen gemeldet worden, 11.500 oder 2 Prozent
mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme beruht im
Wesentlichen auf betrieblichen Ausbildungsplätzen; ihre
Zahl erhöhte sich auf 491.000. Gleichzeitig haben 524.700
Bewerber die Arbeitsämter bei der Suche nach einem
Ausbildungsplatz eingeschaltet, 21.200 oder 4 Prozent
weniger.
|
 | Ende September gab es 23.800 noch unbesetzte
Ausbildungsstellen, 1.100 oder 5 Prozent weniger als vor
Jahresfrist. Zugleich waren 13.100 Bewerber noch nicht
vermittelt, dies ist eine Abnahme um 2.200 oder 13 Prozent.
Damit hat sich die Differenz zu Gunsten der Jugendlichen
erneut etwas vergrößert (September 2000: 24.900 zu
15.200).
|
 | Vor allem durch die Nachvermittlungsaktion verringerte
sich die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen bis Ende
Dezember auf 8.500, die der unversorgten Jugendlichen auf
5.900. Betriebe und Verwaltungen meldeten von Oktober bis
Dezember 7.400 sofort zu besetzende Ausbildungsplätze;
hiervon waren zuletzt 3.100 noch frei. Zugleich schalteten
weitere 20.400 Jugendliche, die noch 2001 eine Lehre
aufnehmen wollten, die Arbeitsämter ein; von diesen waren
am Jahresende 13.800 noch unversorgt. Alles in allem kamen
Ende Dezember auf 11.600 sofort zu besetzende Stellen 19.700
unversorgte Bewerber (Vorjahr: 13.200 zu 21.400). Damit
ergibt sich ein rechnerisches Stellendefizit von 8.100,
nachdem es Ende September noch einen Stellenüberhang von
10.600 gegeben hatte (Vorjahr: -8.200 bzw. +9.700). Die
Situation hat sich also kaum geändert. |
III. Neue Länder
Arbeitsmarkt kommt weiter nicht voran
 | Die Erwerbstätigkeit dürfte auch im Oktober unter dem
Vorjahresstand gelegen haben; dafür sprechen jedenfalls
Statistiken der Sozialversicherung. Dies hängt auch damit
zusammen, dass gleichzeitig 58.600 Arbeitnehmer weniger in
Beschäftigungschaffenden Maßnahmen des zweiten
Arbeitsmarktes tätig waren (außerdem
Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen:
-16.400). Wie sich die Beschäftigung zuletzt
saisonbereinigt verändert hat, lässt sich nicht sagen.
|
 | Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Dezember
leicht gesunken (-5.000). In den Monaten zuvor hatte sie
geringfügig zugenommen (Januar bis November
durchschnittlich: +3.000). Auf die jüngste Abnahme hatte
Arbeitsmarktpolitik Einfluss, da ihre Entlastungswirkung
weniger zurückging als sonst im Dezember.
|
 | Nicht saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen
jahreszeitlich bedingt gegenüber November um 58.300 auf
1.379.500 erhöht; das ist weniger als vor Jahresfrist
(+69.900). Infolgedessen lag der Arbeitslosenbestand erneut
weniger stark über dem Vorjahresniveau (+24.300; November:
+35.900). Die jüngste Verringerung des Vorjahresabstands
hängt allerdings mit Veränderungen im Einsatz der
Arbeitsmarktpolitik zusammen, deren Entlastungswirkung das
Vorjahresniveau zuletzt weniger unterschritt (rd. -45.000;
November: rd. -55.000).
|
 | Im Dezember betrug die Arbeitslosenquote auf der Basis
aller zivilen Erwerbspersonen 17,6 Prozent; bezogen auf die
abhängigen zivilen Erwerbspersonen waren es 19,0 Prozent.
Das waren jeweils 0,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.
|
 | Die Zugänge in Arbeitslosigkeit waren auch zuletzt
verhalten; saisonbereinigt gab es im Durchschnitt der
letzten drei Monate eine Abnahme (-6.000). Nach nicht
saisonbereinigten Angaben haben sich im vierten Quartal
531.200 Personen arbeitslos gemeldet, 47.300 oder 8 Prozent
weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei waren auch die
Zugänge aus Erwerbstätigkeit schwächer (ohne betriebliche
oder außerbetriebliche Ausbildung: -27.000 oder -9 Prozent
auf 290.300), allerdings insbesondere wegen weniger
Meldungen nach BSM. Noch stärker verringerten sich die
Zugänge nach betrieblicher und außerbetrieblicher
Ausbildung (-3.400 oder -26 Prozent auf 9.600). Auch jene
nach schulischer Ausbildung gingen deutlich zurück (-4.100
oder -12 Prozent auf 28.400), und zwar überwiegend auf
Grund weniger Meldungen nach beruflicher Weiterbildung (einschl.
Deutsch-Sprachlehrgänge).
|
 | Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit waren auch im Dezember
eher schwach; saisonbereinigt gab es im Durchschnitt des
vierten Quartals praktisch keine Veränderung (-1.000).
Nicht saisonbereinigt haben von Oktober bis Dezember 498.100
Personen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 32.900 oder 6
Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei sind wie
bisher die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit stärker
zurückgegangen (ohne Ausbildung: -21.200 oder -9 Prozent
auf 204.700). Die Abgänge in schulische Ausbildung haben
dagegen etwas zugenommen (+1.400 oder +2 Prozent auf
69.700).
|
 | Die Stellenmeldungen blieben verhalten; saisonbereinigt
haben sie im Durchschnitt der letzten drei Monate abgenommen
(-2.000). Nicht saisonbereinigt registrierten die
Arbeitsämter von Oktober bis Dezember 183.300 Angebote,
22.600 oder 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gut
ein Viertel der Abnahme geht auf BSM-Stellen zurück (-6.400
auf 50.500).
|
 | Im vierten Quartal d.J. wurden 175.000
Arbeitsvermittlungen in Beschäftigungen über sieben Tage
Dauer erzielt. Durch Auswahl und Vorschlag sind 160.500
Stellen besetzt worden, mit Hilfe des SIS 11.300 und der des
AIS 1.800. Darüber hinaus wurden 20.300 kurzfristige
Tätigkeiten angebahnt. Alles in allem konnten durch die
Arbeitsämter mindestens 195.400 Arbeitsuchende eine
Erwerbstätigkeit aufnehmen.
|
 | Der saisonbereinigte Stellenbestand hat auch zuletzt
zugenommen (+2.000). Nicht saisonbereinigt gab es im
Dezember 55.100 Angebote, 5.600 mehr als vor einem Jahr;
dies geht zur Hälfte auf Stellen für BSM des zweiten
Arbeitsmarktes zurück (+2.800 auf 11.900; SAM OfW dagegen:
-500 auf 1.100).
|
 | Die Zahl der Kurzarbeiter hat im Dezember zugenommen, und
zwar um 1.100 auf 28.900. Vor allem die Herstellung von
Kraftfahrzeugen und Kfz-Teilen trug dazu bei (+1.500 auf
2.300). Gegenüber Vorjahr wurden 12.000 Kurzarbeiter mehr
gezählt (November: +9.400). Der durchschnittliche
Arbeitszeitausfall belief sich auf 48 Prozent (Vormonat: 50
Prozent; Vorjahr: 61 Prozent). Um mehr als die Hälfte wurde
die Arbeitszeit für 36 Prozent der Kurzarbeiter reduziert
(39 Prozent; 54 Prozent). |
2001: Weiterhin keine Belebung am
Arbeitsmarkt
 | Am Arbeitsmarkt der neuen Länder war auch im Jahr 2001
insgesamt noch keine Besserung auszumachen. Zwar ist die
industrielle Produktion erneut relativ kräftig gewachsen;
aber dies konnte nur wenig zu Buche schlagen, weil der
Beitrag dieses Sektors zum Bruttoinlandsprodukt immer noch
verhältnismäßig klein ist. Andererseits belasteten nach
wie vor strukturelle Anpassungen den Arbeitsmarkt stark;
insbesondere das Baugewerbe, das noch einen sehr hohen
Wertschöpfungsanteil hat, ist erneut stark geschrumpft.
Auch Teile des öffentlichen Dienstes haben weiter
Beschäftigung abgebaut. So waren die negativen Tendenzen am
Arbeitsmarkt auch 2001 stärker als die positiven.
|
 | Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich, nach vorläufigen
Schätzungen des IAB, 2001 deutlich verringert, und zwar
jahresdurchschnittlich um rd. 120.000 oder 1,9 Prozent auf
6,3 Mio. Diese Entwicklung war ungünstiger als in den
Jahren zuvor (rd. -60.000; rd. +20.000). Auch der jüngste
Rückgang hängt mit weniger Personen in
Beschäftigungschaffenden Maßnahmen des zweiten
Arbeitsmarktes zusammen (jahresdurchschnittlich: -33.300;
außerdem SAM OfW: -28.600).
|
 | Das Arbeitsangebot hat im Berichtsjahr weiter abgenommen,
wenn auch weniger als in den Vorjahren. Nach vorläufigen
Schätzungen des IAB verringerte sich das
Erwerbspersonenpotenzial jahresdurchschnittlich nur noch um
rd. 50.000 auf rd. 8,17 Mio (Vorjahre: rd. -100.000; rd.
-120.000). Zum jüngsten Rückgang haben in erster Linie
Wanderungs- und Pendlereffekte beigetragen (-30.000).
|
 | Die Verringerung des Arbeitskräfteangebots hat dem
Beschäftigungsabbau entgegengewirkt, sodass sich die
Arbeitslosigkeit nur leicht erhöht hat. So gab es im
Jahresverlauf eine Zunahme um 24.300 oder 2 Prozent auf
1.379.500. Jahresdurchschnittlich stieg die Zahl der
Arbeitslosen um 14.400 oder 1 Prozent auf 1.373.700.
Allerdings gehen diese Zuwächse auf weniger
Arbeitsmarktpolitik zurück, deren Entlastung im
Jahresverlauf um rd. 40.000 und jahresdurchschnittlich um
rd. 30.000 auf rd. 420.000 abgenommen hat. Fasst man
Arbeitslosigkeit und Entlastung als Unterbeschäftigung
zusammen, lag diese somit im Jahr 2001 etwa auf
Vorjahresniveau (jahresdurchschnittlich: rd. -15.000).
|
 | Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen
Erwerbspersonen, betrug im Berichtsjahr durchschnittlich
17,5 Prozent, auf der Basis der abhängigen zivilen
Erwerbspersonen errechnet sie sich auf 18,9 Prozent. Im
Vorjahr beliefen sich die Quoten auf 17,4 Prozent bzw. 18,8
Prozent.
|
 | Der Anstieg der Arbeitslosigkeit beruht nicht auf mehr
Arbeitslosmeldungen. Im Jahr 2001 wurden 2,24 Mio Personen
arbeitslos, dies sind 41.600 oder 2 Prozent weniger. Dabei
gab es vor allem weniger Zugänge nach vorheriger
Erwerbstätigkeit (ohne betriebliche oder außerbetriebliche
Ausbildung: -41.100 oder -4 Prozent auf 1,12 Mio), und zwar
insbesondere nach SAM OfW (-23.800 auf 16.900). Die
Meldungen nach betrieblicher oder außerbetrieblicher
Ausbildung haben ebenfalls abgenommen (-2.500 oder -3
Prozent auf 89.800). Zugänge nach schulischer Ausbildung
waren dagegen größer als im Vorjahr (+4.500 oder +3
Prozent auf 168.700), vor allem weil jene nach Weiterbildung
zugenommen haben (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge: +4.000
auf 100.000). Schließlich gab es etwa genauso viele
Meldungen nach sonstiger Nichterwerbstätigkeit (-2.500 oder
-0,3 Prozent auf 864.800).
|
 | Der Abgang aus Arbeitslosigkeit war schwächer als im
Vorjahr; er verringerte sich um 64.400 oder 3 Prozent auf
2,25 Mio. Dies beruht vor allem auf einer kleineren Zahl von
Abmeldungen in Erwerbstätigkeit (-44.200 oder -4 Prozent
auf 1,10 Mio); dabei haben sich besonders Abgänge in BSM
verringert (-50.100 auf 212.600). In Ausbildung hat sich
ebenfalls eine kleinere Zahl Arbeitsloser abgemeldet (-2.500
oder -1 Prozent auf 278.900), allerdings allein wegen
weniger beruflicher Weiterbildung (einschl. Deutsch-Sprachlehrgänge:
-16.500 auf 182.900; dagegen Schule/Studium: +13.700 auf
70.200). Auch die Abgänge in sonstige
Nichterwerbstätigkeit haben sich verringert (-16.300 oder
-2 Prozent auf 829.900); ausschlaggebend waren hierfür
weniger Abmeldungen wegen Verrentung (-21.600 auf 73.300).
|
 | Die Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich geringfügig
erhöht. Personen, die im Jahr 2001 ihre Arbeitslosigkeit
beendeten, waren durchschnittlich 37,1 Wochen arbeitslos,
gegenüber 36,8 Wochen im Vorjahr.
|
 | Der Stellenbestand ist im Berichtsjahr gestiegen. So waren
im Jahresdurchschnitt 65.900 Positionen gemeldet, 3.800 oder
6 Prozent mehr als 2000. Diese Zunahme geht nicht auf
Beschäftigungschaffende Maßnahmen zurück (BSM des zweiten
Arbeitsmarktes: -200 auf 15.400; SAM OfW: -1.000 auf 1.600).
Maßgebend für den Anstieg war, dass die rückläufigen
Stellenzugänge durch längere Laufzeiten überkompensiert
wurden. So sind im Jahresverlauf 926.400 Stellen gemeldet
worden; dabei resultiert die Abnahme um 57.300 oder 6
Prozent fast ausschließlich aus weniger BSM (BSM des
zweiten Arbeitsmarktes: -36.000 auf 217.000; SAM OfW:
-17.800 auf 22.700). Die durchschnittliche Laufzeit der
Stellen ist von 3,8 Wochen auf 4,4 Wochen gestiegen;
anscheinend werden reguläre Arbeitsplätze, evtl. auch
konjunkturell bedingt, weniger schnell besetzt.
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 | Dem schwächeren Zugang folgend hat sich auch der
Stellenabgang verringert. Im Jahresverlauf wurden 925.200
Angebote abgemeldet, 62.400 oder 6 Prozent weniger. Dabei
wurden 830.900 Stellen durch Vermittlungen erledigt. Durch
Auswahl und Vorschlag fanden 774.100 Personen eine
Tätigkeit, mit Hilfe des SIS 45.700 und mit der des AIS
7.100 (außerdem durch beauftragte Dritte: 2.200; durch den
Nachweis selbständiger Tätigkeiten: 1.900). Darüber
hinaus wurden 77.800 kurzfristige Tätigkeiten angebahnt.
Alles in allem konnten 2001 durch die Mitwirkung der
Arbeitsämter mindestens 908.700 Arbeitsuchende eine
Beschäftigung aufnehmen. |
Arbeitslosigkeit Älterer nimmt weiter
ab - Langzeitarbeitslosigkeit steigt
 | Die Zahl der arbeitslosen Angestellten hat 2001 weiter
leicht ab- und die der Arbeiter etwas zugenommen. Im
Jahresdurchschnitt wurden 486.000 arbeitslose Angestellte
registriert, 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; bei
arbeitslosen Arbeitern gab es einen Anstieg von 2 Prozent
auf 887.700. Dabei verzeichneten Frauen bei Angestellten wie
Arbeitern einen Rückgang (jeweils: -2 Prozent), während es
für Männer durchwegs Zunahmen gab, und zwar - wohl infolge
der Strukturkrise in der Bauwirtschaft - besonders bei
Arbeitern (+5 Prozent; Angestellte: +2 Prozent).
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 | Insgesamt hat sich die Arbeitslosigkeit der Frauen um 2
Prozent auf 689.100 verringert und die der Männer um 5
Prozent auf 684.600 erhöht. Die vergleichsweise günstige
Entwicklung bei Frauen hat aber nichts daran geändert, dass
sie immer noch stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
So war ihre Arbeitslosenquote (auf der Basis aller zivilen
Erwerbspersonen) mit jahresdurchschnittlich 18,6 Prozent
deutlich größer als die der Männer mit 16,6 Prozent (Vorjahr:
18,8 Prozent bzw. 15,9 Prozent).
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 | Die Arbeitslosigkeit von Personen, die ausschließlich
eine Teilzeitbeschäftigung suchen, entwickelte sich 2001
ähnlich wie die Arbeitslosigkeit insgesamt. Ihre Zahl
erhöhte sich jahresdurchschnittlich um 2 Prozent auf
40.200. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen beträgt damit
praktisch unverändert nur 3 Prozent, im Vergleich zu 13
Prozent in den alten Ländern. Wie im Westen waren 96
Prozent der Teilzeitarbeitslosen Frauen. Somit suchten 6
Prozent aller arbeitslos gemeldeten Frauen eine
Teilzeitbeschäftigung (Westen: 27 Prozent) bei Männern ist
der Anteil zu vernachlässigen (0,3 Prozent).
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 | Die Zahl arbeitsloser Jüngerer hat weiter zugenommen,
aber nur noch leicht. So waren jahresdurchschnittlich
159.400 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos registriert,
2 Prozent mehr. Der Anstieg geht allein auf die 20- bis
unter 25-Jährigen zurück (+4 Prozent auf 126.400; 15- bis
unter 20-Jährige: -3 Prozent auf 33.000). Dabei hat
geholfen, dass die Förderung durch das Jugendsofortprogramm
ausgeweitet wurde (+31 Prozent auf 45.200). Die
Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen (bezogen auf die
abhängigen zivilen Erwerbspersonen) ist mit
jahresdurchschnittlich 15,8 Prozent nach wie vor spürbar
kleiner als die Gesamtquote (18,9 Prozent), allerdings
allein wegen der relativ niedrigen Quote der unter
20-Jährigen (9,0 Prozent; 20- bis unter 25-Jährige: 19,6
Prozent).
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 | Die Arbeitslosigkeit Älterer (ab 55 Jahre) hat - vor
allem aus demografischen Gründen - 2001 weiter deutlich
abgenommen, nämlich jahresdurchschnittlich um 15 Prozent
auf 220.600. Entsprechend hat sich auch ihre
Arbeitslosenquote verringert; sie liegt aber weiterhin
deutlich über der Gesamtquote.
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 | Die jahresdurchschnittliche Zahl arbeitsloser
Schwerbehinderter hat sich dagegen kaum verändert; mit
37.600 waren praktisch genauso viele Schwerbehinderte
arbeitslos gemeldet wie im Vorjahr (-100).
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 | Die Arbeitslosigkeit von Spätaussiedlern und Ausländern
spielt in den neuen Ländern nach wie vor eine relativ
kleine Rolle. Zudem ging die jahresdurchschnittliche Zahl
arbeitsloser Spätaussiedler um 10 Prozent auf 15.900
zurück; nur 1 Prozent aller Arbeitslosen entfallen auf
diesen Personenkreis (Westen: 2 Prozent). Die
Arbeitslosigkeit von Ausländern nahm dagegen um 6 Prozent
auf 36.100 zu; Ausländer stellen aber nach wie vor nur 3
Prozent aller Arbeitslosen in den neuen Ländern (Westen: 17
Prozent). |
 | Langzeitarbeitslosigkeit hat auch im Jahr 2001 zugenommen.
Die Zahl der Personen, die bereits länger als ein Jahr
arbeitslos sind, war mit 474.400 um 4 Prozent größer als
im Jahr zuvor. Ohne die demografische Entlastung bei den
besonders oft langzeitarbeitslosen Älteren wäre der
Anstieg wohl noch größer gewesen. Dabei entfällt die
Zunahme fast ausschließlich auf Männer; deren Zahl nahm um
11 Prozent auf 189.200 zu, während die der Frauen praktisch
unverändert bei 285.200 verharrte. Auch dies dürfte mit
der Krise in der Bauwirtschaft zusammenhängen, die vor
allem Männer trifft. Gleichwohl hat nach wie vor
Langzeitarbeitslosigkeit bei Frauen mit einem Anteil von 41
Prozent an allen weiblichen Arbeitslosen wesentlich
größeres Gewicht als bei Männern (28 Prozent). Insgesamt
erhöhte sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen
Arbeitslosen um 1 Prozentpunkt auf 35 Prozent. |
Arbeitsmarktpolitik 2001: Zweiter
Arbeitsmarkt verliert an Bedeutung
 | Kurzarbeit hat im Jahr 2001 zugenommen. Im Durchschnitt
arbeiteten 26.800 Personen zeitlich verkürzt, 2.400 mehr
als im Jahr 2000. Zum Anstieg trugen die meisten
Wirtschaftszweige bei, vor allem das Verarbeitende Gewerbe.
Der durchschnittliche Arbeitszeitausfall war mit 53 Prozent
unverändert, folglich erhöhte sich das Vollzeitäquivalent
der Kurzarbeit (Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem
Arbeitszeitausfall) auf ca. 14.000.
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 | Berufliche Bildung lag auch im Jahr 2001 auf hohem Niveau.
Allerdings verlor sie im Jahresverlauf erheblich an Umfang.
Während sich Anfang Januar noch 11.800 Personen mehr in
Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und der
Wiedereingliederung Behinderter befanden, waren es im
Dezember 10.500 weniger als im Vorjahr.
Jahresdurchschnittlich hielt sich die Abnahme mit 3.700 auf
144.800 in Grenzen. Der Rückgang entfällt allein auf
berufliche Weiterbildung (-3.900 auf 135.900). Im
Berichtsjahr begannen 203.800 Personen eine der genannten
Maßnahmen, 25.300 weniger als im Vorjahr, vor allem wegen
Weiterbildung (-25.200 auf 188.400). Auch Deutsch-Sprachlehrgänge
verzeichneten eine Abnahme; im Jahresdurchschnitt 2001 gab
es 5.300 Teilnehmer, das ist ein Minus von 700. Im
Berichtsjahr begannen 11.700 Personen einen solchen Kurs,
1.200 weniger.
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 | Beschäftigungschaffende Maßnahmen des zweiten
Arbeitsmarktes stützten 2001 den Arbeitsmarkt erheblich
weniger, auch deshalb, weil die Förderung zu Gunsten des
ersten stärker verringert wurde. So lag Anfang Januar der
Teilnehmerbestand praktisch auf Vorjahresniveau (-600), im
Dezember aber um 48.500 darunter. Jahresdurchschnittlich
arbeiteten mit 158.900 Personen 33.300 weniger in derartigen
Maßnahmen; vor allem ABM trugen dazu bei (-29.500 auf
116.000). Im Berichtsjahr gab es 172.700 Zugänge in
derartige Maßnahmen, das ist ein Minus von 52.200. Dieses
entfiel fast allein auf ABM (-51.200 auf 130.100).
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 | Die direkte Förderung regulärer Beschäftigung hat sich
im Laufe des Berichtsjahres vergleichsweise gut gemacht. So
verringerte sich der zu Jahresbeginn stark negative
Vorjahresabstand (-45.000); zuletzt wurde der Wert des
Vorjahres übertroffen (+1.700). Dies ist - wegen Änderung
der Förderkonditionen - ausschließlich auf SAM OfW
zurückzuführen (-28.600 auf 22.900). Im Zusammenhang damit
gewannen vor allem Eingliederungszuschüsse stark an Gewicht
(+13.300 auf 53.100); auch Beschäftigungshilfen für
Langzeitarbeitslose konnten zulegen (+2.100 auf 12.400). Im
Berichtsjahr nahmen mit Unterstützung dieser Instrumente (einschl.
Arbeitnehmerhilfe) 157.300 Personen eine Beschäftigung auf,
10.200 weniger als 2000. Dieser Rückgang beruht praktisch
allein auf SAM OfW (-18.900 auf 26.900; dagegen
Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose: +5.700 auf
19.000).
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 | Das Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit
legte im Jahresverlauf kräftig zu. So lag die
Teilnehmerzahl Anfang Januar etwa auf Vorjahresniveau, im
Dezember um 17.300 darüber. Im Jahresdurchschnitt befanden
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