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Crosswater
Job Guide Job-Info A - Z
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Gastbeitrag
von Svenja Hofert, netzwerk Karriere-Büro, Training und
Beratung:
Ein
Karriereknick bringt die Chance auf einen Neuanfang mit
sich
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Manchmal
kommt alles anders. Der unerwartete Rausschmiss. Der
Kollege, der am eigenen Schreibtisch vorbei auf den
Chefsessel befördert wird. Plötzlich entwickelt sich
die Karriere-Kurve zur Geraden ohne Zielpunkt. Wird
zur Rutsche in
die Tiefe. |
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Zumindest
scheinbar: Denn tatsächlich gerät ein Karriereknick
nur dann zum Knick, wenn der Betroffene ihn als
solchen empfindet. "Je mehr eine Entwicklung als
Katastrophe gesehen wird, desto größer wird diese für
den jeweiligen Menschen auch sein", so die
Psychologin Madeleine Leitner. Hingegen sei
eine positive Einstellung zu der jeweiligen Veränderung
schon der erste Schritt zur Überwindung eines
"Knicks". |
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Denn
ein Karriereknick bedeutet an sich nichts anderes, als
eine berufliche Veränderung in die eine oder andere
Richtung, weiß die Münchener Karriereberaterin. Zum
Problem werden berufliche Einbrüche erst, wenn sie
den Menschen aus der Bahn werfen. Weil er eine
Arbeitslosigkeit als persönliche Schmach empfindet.
Oder es ihm unerträglich ist, Kommandos eines
Vorgesetzten zu empfangen, der eben noch Kollege war. |
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Grundsätzlich
können unerwartete berufliche Veränderungen jeden
treffen, doch in der Praxis sind vor allem Führungskräfte
betroffen. Je höher ein Mitarbeiter in der Hierarchie
steht, desto leichter fällt er Veränderungen zum
Opfer - sei es durch Intrigen, Umstrukturierungen oder
Neubesetzungen. Denn die Millionengehälter der
Vorstandsvorsitzenden rechtfertigen sich vor allem
durch einen hohen Anteil an "Risikozulage"
im Gehalt. |
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Doch
nicht nur auf Vorstandsebene, überall gilt:
Karriereknicks haben meist nichts mit den eigenen Fähigkeiten
zu tun, sondern mit äußeren Umständen. "Jeder
sollte darauf vorbreitet sein, denn es kann jeden
treffen", sagt Psychologin Leitner. So führt die
"Fusionitis" der Großunternehmen fast
zwangsläufig zu Entlassungen, meist ist gerade die
obere und mittlere Managementebene betroffen. Nicht
immer bleibt der bessere auf seinem Platz, sondern oft
derjenige, der die besseren Beziehungen zum
Vorgesetzten unterhält. "Mitarbeiter werden mit
oder ohne Grund freigesetzt, im heutigen Berufsleben
ist nichts mehr plan- und berechenbar", sagt
Leitner. Der Job fürs Leben hat selbst in
traditionellen Branchen inzwischen Seltenheitswert. |
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Angestellte
sollten sich denn auch niemals auf ihrer Position
ausruhen, sondern stets über Alternativen zum
aktuellen Job nachdenken, rät Karriereberater Hans
Bürkle aus Nierstein bei Mainz. Sich vorbeugend
fragen: Wo könnte ich sonst noch arbeiten? Wer
braucht meine Fähigkeiten? "Wer seinen Marktwert
kennt, fällt nach beruflichen Veränderungen nicht in
ein Loch", so der Karriereberater und Autor.
Dieser Marktwert läßt sich etwa durch
Test-Bewerbungen bestimmen oder durch Personalberater,
die bei der Einstufung der eigenen Fähigkeiten
helfen. Darüber hinaus zahlt sich auch eine gute
Kenntnis des Marktes und der Wettbewerber aus:
Vielleicht ist einer ja der künftige Arbeitgeber. |
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Das
wichtigste jedoch: ein persönliches Kontakt-Netzwerk
knüpfen. Sei es auf Messen, Tagungen oder in der
Eckkneipe. Oder auch in Alumni-Clubs, Verbindungen
ehemaliger Studenten: Eigentlich eine amerikanische
Erfindung "erleben diese seit drei Jahren auch in
Deutschland einen Boom", sagt Christian
Kramberg, der in Mannheim die Pressearbeit von
Alumni-Clubs.net e.V. managt. Diese Clubs entstehen
oft an Fakultäten oder Lehrstühlen und begleiten die
Ex-Studenten ein Leben lang. |
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Ebenso
unterstützen Berufsverbände beim Netzwerken: Viele
Verbände veranstalten regelmäßig Stammtische für
ihre Mitglieder. Und auch für Frauen gibt es viele
Netzwerke: Denn gerade nach einer Babypause erleben
diese fast zwangsläufig einen Karriereknick, wenn sie
nicht aktiv entgegen wirken. So empfiehlt die
Hamburger Personalchefin und Autorin Maren Lehky
Müttern eine möglichst kurze Auszeit zu nehmen,
nicht die vollen drei Jahre Erziehungsurlaub auszuschöpfen.
Und um einen Karriereknick zu vermeiden, sollten
Frauen sich während der babybedingten Abwesenheit
immer mal wieder in ihrer Firma blicken lassen, sich
weiterbilden sowie Projekte und Urlaubsvertretungen übernehmen. |
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Doch
selbst wenn alle Vorbeuge-Maßnahmen zu spät kommen
und der Knick in der Karriere-Kurve da ist, kann die
Wende noch gelingen. "Ein Karriereknick bietet
auch die Chance, das bisherige Leben und die Werte zu
überdenken", sagt Leitner und empfiehlt immer
einen "Plan B" in der Tasche zu haben.
"Zudem rate ich allen Angestellten ab 40, auch über
eine selbständige Variante nachzudenken." Oft läßt
sich eine zweite Karriere starten, die mehr Erfolg
oder Erfüllung bringt. So wechselte etwa der
ehemalige Baden-Württembergische Ministerpräsident Lothar
Späth nach "Segeltörnaffäre" und Rücktritt
erfolgreich in die freie Wirtschaft und ist
heute Vorstandsvorsitzender bei der Jenaer Jenoptik
AG. Und auch Künstler wie Ex-Take-That-Star Robbie
Williams haben nach einem scheinbaren
"Aus" noch einmal den Sprung an die Spitze
geschafft. Denn ein Knick entpuppt sich im Rückblick
sehr häufig als Veränderung zum Positiven.
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Copyright 2002 by Svenja Hofert.
NETZWERK Seminare & Redaktionsbüro
Svenja Hofert
tel 040-53052930 | mob 0173-5411013 | fax
040-53052931
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