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Aktuelle Studie zu Ingenieurgehältern erschienen: Chemie- und Pharmabranche bei Ingenieurgehältern vorn

Gute Jobaussichten: Drei Viertel der Unternehmen wollen Ingenieure einstellen / Leitende Angestellte mit über 100.000 Euro Jahresgehalt / Rund 90 Prozent der Unternehmen mit variabler Vergütung / Promotion zahlt sich aus / Vergütungsstudie der DGFP mbH und der VDI nachrichten

Düsseldorf, 10.04.2002 – Ingenieure gehören weiter zu den Besserverdienenden unter den Arbeitnehmern. Rund 61.800 Euro beträgt derzeit im Durchschnitt ihr Jahresgesamtgehalt inklusive fester Zusatzbezüge und variabler Vergütungsbestandteile. Zu den Spitzenverdienern gehören die Ingenieure im Bereich Chemie, Pharma und Verfahrenstechnik mit insgesamt 68.700 Euro, gefolgt von ihren Kollegen in der Dienstleistungsbranche (66.200 Euro) sowie im Maschinen- und Anlagenbau (64.800 Euro). Im Bereich Kommunikations- und Informationstechnik wird 59.300 Euro, in der Elektroindustrie (ohne IT) 58.000 Euro pro Jahr gezahlt.

Basis für marktgerechte Ingenieurgehälter

Zu diesen Ergebnissen kommt die gerade erschienene Studie „Ingenieurgehälter 2001/2002. Entgeltstruktur und Zusatzleistungen“ der Deutsche Gesellschaft für Personalführung mbH (DGFP) und der VDI nachrichten. Die Erhebung untersucht das Jahresgesamtentgelt sowie die Zusammensetzung der einzelnen Entgeltbestandteile (Grundgehalt, Zusatzbezüge, variable Bezüge, geldwerte Vorteile) von Ingenieuren differenziert nach Branche, Tätigkeitsbereich, Studienabschluss, Berufserfahrung und anderen Kriterien. Ausgewertet wurden 2.972 Meldungen aus 86 Unternehmen, die für insgesamt 70.000 beschäftigte Ingenieure stehen.

Leitende Angestellte bei über 100.000 Euro

Zu den wichtigsten Faktoren für die Höhe des Gehaltes gehört danach der Status der Ingenieure im Unternehmen: Leitende Angestelle verdienen durchschnittlich 108.300 Euro im Jahr, außertarifliche Mitarbeiter erhalten 70.300 Euro, während Tarif-Mitarbeiter auf 50.800 Euro kommen. Auch Mitarbeiterführung schlägt beim Gehalt zu Buche: Ingenieure, die Personalverantwortung tragen, können im Schnitt mit 77.500 Euro rechnen, ihre Kollegen ohne eigene Mitarbeiter bekommen dagegen nur 55.700 Euro.

Ingenieurgehälter nach Studienabschluss und Berufserfahrung

Gehaltssteigernd wirkt sich zudem eine Promotion aus: Erzielen die Ingenieure mit Doktortitel im Schnitt 76.400 Euro Jahresgehalt, verdienen ihre nicht-promovierten Kollegen mit Universitäts-Diplom nur 64.800 Euro. Dahinter liegen noch die Fachhochschul-Absolventen mit 60.900 Euro. Auch über die Entwicklung der Gehälter während des Berufslebens gibt die Studie Auskunft: In den ersten fünf Berufsjahren nach Studienabschluss liegt das Jahresgesamtgehalt im Durchschnitt bei 46.600 Euro und erhöht sich nach mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung auf 75.400 Euro.

Variable Vergütung in 90 Prozent der Unternehmen

Fast 90 Prozent der Unternehmen zahlen zumindest einem Teil ihrer Ingenieure eine variable Vergütung. Sofern sie nicht als freiwillige Leistung gezahlt wird, ist die Anspruchsgrundlage meist ein Einzelvertrag oder eine Betriebsvereinbarung. Tarifverträge spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Bemessung der variablen Vergütung

Die Höhe der variablen Vergütung beträgt im Schnitt 6.600 Euro. Sie hängt bei rund einem Fünftel der Regelungen ausschließlich von der individuellen Leistung des Mitarbeiters ab. Bei einem weiteren Fünftel liegt der Bemessung nur das Unternehmensergebnis zugrunde. Selten wird dagegen die variable Vergütung allein an den Abteilungs-, Gruppen- oder Projekterfolg gekoppelt. In rund der Hälfte der Fälle werden jedoch mehrere der drei Erfolgskriterien kombiniert, um die Höhe der variablen Vergütung festzulegen; meist wird dabei die individuelle Leistung mit dem Unternehmensergebnis verknüpft.

Bei rund zwei Drittel der Regelungen wird die Höhe der variablen Vergütung über einen Prozentsatz bezogen auf das Grundgehalt berechnet, bei einem Drittel wird sie als absoluter Betrag ohne Bezug zum Festgehalt gezahlt.

Drei Viertel der Unternehmen wollen Ingenieure einstellen

Gut sind derzeit die Jobaussichten für Ingenieure: Rund drei Viertel der Unternehmen geben an, in diesem Jahr Ingenieure einstellen zu wollen. Der überwiegende Teil der Neueinstellungen soll die Belegschaft aufstocken, der kleinere Teil dient als Ersatz für Mitarbeiter, die voraussichtlich das Unternehmen verlassen werden.

Karrieresprung ist wichtigster Kündigungsgrund

Als Austrittsgrund hat nach Einschätzung der befragten Unternehmen ein Karrieresprung des Mitarbeiters die größte Bedeutung. Es folgen fehlende Aufstiegsmöglichkeiten, Abwerbung und die individuelle Höhe des Gehalts. Eine untergeordnete Rolle beim Wechsel spielen dagegen eine schlechte Wirtschaftslage des Betriebs, die mangelnde Qualifikation oder Überforderung des Mitarbeiters und das schlechte Image des Unternehmens.

Vergütungsstudie bei der DGFP mbH erhältlich

Die komplette Vergütungsstudie „Ingenieurgehälter 2001/2002. Entgeltstruktur und Zusatzleistungen“ (296 Seiten, DIN A4, mit zahlreichen Tabellen, 975 Euro zzgl. MwSt) ist erhältlich bei:

DGFP mbH, Sabine Eschmann

Niederkasseler Lohweg 16, 40547 Düsseldorf

Tel. 0211 / 5978-207, 
Fax: 0211 / 5978-29 207

E-mail: eschmann@dgfp.de

 

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